Plakatwandvorschlag abgelehnt
Anbringen von Wahlplakaten an Bäumen sorgt in Meitingen für Diskussionsstoff
- Die Bäume an beiden Straßenseiten der Schlossstraße werden gerne zur Plakatanbringung vor Wahlen benutzt.
- Foto: Peter Heider
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Freie Wähler scheitern im Gemeinderat mit ihrem Antrag für eine Plakatwand.
Von Peter Heider
Die nächste Kommunalwahl steht bevor und dafür werden in Meitingens Straßen wieder Bäume mit Wahlplakaten zugepflastert. Ein Übel für alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer, wie viele Meitinger Bürger kopfschüttelnd meinen. Der Wunsch in Meitingen ist es, anstatt einzelne Plakate an Bäumen und Straßenrändern aufzustellen, eine Plakatwand an ausgewählten Stellen zu installieren, um den Verkehr damit während der Wahl nicht mehr zu beeinflussen. Den Vorschlag für eine solche Wand hat die Fraktion der Freien Wähler eingebracht. Dabei haben die Befürworter der Plakatwand jedoch die Rechnung ohne mehrere Mitglieder des Marktgemeinderates gemacht. Bei einer Abstimmung während einer Marktgemeinderatssitzung waren 14 Räte gegen eine Wahlplakattafel, lediglich sieben Personen stimmten dem Antrag zu, was zu einem Ärgernis in Meitingen führte.
„Leider“, übte Emma Laxgang, eine Befürworterin der Plakatwand, Kritik, „ist diese Entscheidung ohne die Berücksichtigung der Wünsche aus der Bürgerschaft getroffen worden.“ Jedoch nicht nur sie ist gegen die Anbringung der Wahlplakate an Bäumen und an unübersichtlichen Verkehrsstellen. Auch die Marktgemeinderätin Michaela Meier hat, wie sie erklärte, in Gesprächen mit Bürgern über die „Plakatplage“ erfahren, dass die Plakate eine große Ablenkung im Straßenverkehr bedeuten. „Beim Betrachten oder Lesen wird man abgelenkt und kann sich somit nicht mehr richtig auf den Verkehr konzentrieren“, ist Meiers Meinung.
Antragsgegner sehen höhere Kosten
Die Kehrseite der zentralen Plakatwände ist, dass eine Vielzahl solcher Wände aufgestellt werden müsste, um allen Parteien und Organisatoren einen Platz für ihre Präsentation zu bieten. Zudem würde mehr Aufwand auf die Verwaltung und den Bauhof zukommen. Marktgemeinderat Florian Möckl sah das genauso, denn es würde ein Konfliktpotenzial und eine Mehrbelastung für Beschäftigte der Marktgemeinde und des kommunalen Bauhofs bedeuten. Anton Kraus, Marktgemeinderat aus dem Ortsteil Herbertshofen, argumentierte, dass Plakatwände eine größere Belastung für die Gemeindekasse darstellen würden, denn Material- und Personalkosten würden zusätzliches Geld kosten. Kurz und bündig erläuterte Marktgemeinderat Matthias Mark, dass er die Umsetzung nicht praktikabel findet.
Emma Laxgang kann die Argumente gegen Sammelwände nicht nachvollziehen, die anderen Argumente der Markträte sind ihr zu wenig lösungsorientiert. „In meinem Bekanntenkreis wäre man auch für Plakatwände, denn diese würden für ein schöneres Ortsbild sorgen, der Umwelt große Mengen Müll ersparen, den Parteien Aufwand und Kosten ersparen sowie dem Vandalismus weniger Angriffsflächen bieten.“
Bürgerreporter:in:Florian Handl aus Augsburg |
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