Sternenkinder-Initiative Meitingen
Trauer ist bunt?
- hochgeladen von Nicole Kessler
Trauer ist bunt?
Durchaus stand ich selbst schon nicht nur als Begleitung sondern auch als Angehörige am Grab in Farben. Aus eigenem Wunsch, weil die Farbe eine bestimmte Bedeutung hatte, weil es die gemeinsame Lieblingsfarbe war, weil es der Verstorbene sich zu Lebzeiten gewünscht hat oder weil Angehörige darum gebeten haben.
Ich hab auch schon erlebt, dass jmd schriftlich gerügt wurde wegen seinem nicht "anständigem" Aussehen. Er hätte schockiert und sei unangebracht zur Trauerfeier seiner Mutter gekommen.
Zitat: "Bist du eigentlich kurz vorher vom Rasenmäher-Traktor gefallen und dann mal schnell in die Kirche geeilt?"
Natürlich kann man vorher noch zum Frisör, zum Kosmetiker und sich nen Anzug und Krawatte anziehen.
Man muss aber nicht, es reichen auch Jeans und eben auch nen nicht perfekt gebügeltes Hemd oder nen Shirt. Es ist ja auch keine Modenschau und kein Vorstellungsgespräch beim lieben Gott (den hab ich auf Zeichnungen auch noch nie in Hemd und Krawatte gesehen).
Ich finde jede/r soll es handhaben wie es für ihn gerade passt. Statt über andere zu urteilen sollte man besser kehren gehen, am besten immer vor der eigenen Türe und in dem Outfit, dass einem selbst passt.
Ein bisschen mehr Verständnis, Liebe, friedliches Miteinander sind Dinge, die niemand schaden. Und Haltung zeigen und aufstehen gegen Rassismus und eine vielfältige bunte Gesellschaft ist immer gut und verdammt notwendig, finde ich.
Mögen die Verstorbene vom CSD-Attentat in Berlin und der Attentäter in Frieden ruhen, die Verletzten wieder genesen und alle Beteiligten und Angehörigen das Erlebte verarbeiten.
In der Hoffnung, dass derartige Attentate nicht davon abschrecken auf die Straße zu gehen.
Post/Foto: nk
Bürgerreporter:in:Nicole Kessler aus Meitingen |
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