Meitinger Maskottchen in der Augsburger Allgemeine
„Luxxy“ ist ein Meitinger Tanzstar bei Social Media

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Ein tanzendes Maskottchen begeistert in den sozialen Medien und wurde jetzt von der Augsburger Allgemeine interviewt. Eine riesengroße Plüschtier „Furry“ begeistert Menschen auf öffentlichen Plätzen und in den sozialen Netzwerken. Das braunweiße Maskottchen mit den riesengroßen Augen tanzt komplexe Choreografien. Der Meitinger Luchs mit dem Namen „Luxxy“ soll bekannter werden. Ihr erfolgreichstes Video hat aktuell 6.2 Millionen Views auf TikTok.

Als Unterhaltungsexperte kennt Anton Rigel sich mit Trends aus. Einer davon nennt sich Cosplay und stammt aus Japan. Da kleiden sich Fans wie ihr Idol, das aus Comics, Mangas oder auch Filmen (z.B. Superhelden) stammt. Ein anderer Trend sind Furrys, das sind Tiercharaktere mit menschlichen Eigenschaften, etwa ein Luchs, Wolf oder ein Drache. Wenn Luxxy auf Anime-Messen wie der Connichi oder auf Frankenmexx in Nürnberg auftauche, Messen für Comic- und Manga-Begeisterte, gehöre sie zu den meistfotografierten Figuren.

Parallel dazu setzt der Meitinger auf einen richtigen Hype: Schon in den 2000er Jahren war ihm K-Pop, also koreanische Popmusik, ein Begriff. In den vergangenen zehn Jahren wurde die Musik aus perfektionierten, visuellen Performances (Tanz, Stil), dem gezielten Einsatz sozialer Medien und einer «industrialisierten Fanbindung», die Fans aktiv einbindet, immer populärer. Zu den bekanntesten Gruppen gehören BTS, Blackpink, Stray Kids oder Twice. Passend dazu erschien im Sommer der Film „K-Pop Demon Hunters“ auf Netflix. In dem Animationsfilm rivalisiert eine K-Pop Girlgruppe, die ein Doppelleben als Dämonenjägerinnen führen gegen eine Boyband „Saja Boys“, die insgeheim Dämonen sind. „K-Pop Demon Hunters“ ist der erfolgreichste Netflix-Titel aller Zeiten der aktuell für 5 Grammys nomieriert ist und vom Time-Magazine zum „Breakthrough of the Year“ ernannt wurde.

Denn zu jedem Musiktitel des Films gibt es eine eigene Tanz Choreographie. Diese wiederum wurden weltweit von tausenden junger Menschen auf Tiktok und Instagram nachgetanzt - und von Luxxy z.B. auf dem Meitinger Sommerfest. „Ein Jahr lang habe man nach einer passenden Tänzerin gesucht, die so gut ist, dass sie in der ersten Reihe, also ganz vorne stehen kann. Denn da stünden nur die Besten. Es wurde eine Medizinstudentin mit Tanzleidenschaft. 

Videos von „Random Play Dance“ Events (RPD) lokaler Tanzgruppen, die auf bekannten Plätzen in Stuttgart oder München aufgenommen wurden findet man bei Instagram und Tiktok unter dem Namen „Luxxydance“.

Tanzen verbindet, das wirkt auch gegen die Einsamkeit, unter der Jugendliche heute immer öfter leiden. Im Fall von K-Pop funktioniere das sogar global. Immer wieder würden sich Tanzgruppen bilden, die gemeinsam üben, um auf öffentlichen Plätzen ihr Können zu zeigen. Dank moderner Technik kann Luxxy inzwischen sogar Workshops geben und Choreografien vermitteln.

Jedes Kind, das sich schon mal ein lebendiges Plüschtier gewünscht hat, bekommt allein beim Anblick der Riesenkatze leuchtende Augen. Dieses Glück zu sehen, das tue der Seele gut. Wie eine Figur es schafft, dass die Kleinen Spaß haben und die Eltern sich mitfreuen; zu sehen, dass die Ideen in der Realität funktionieren und angenommen werden. Luxxy kann ein Vorbild sein und zeigen, dass sich harte Arbeit lohnt. Jeden einzelnen Tag übet Studentin, die im Kostüm steckt, die komplexen Tanzchoreographien, damit sie perfekt sitzen.

So entzückend das aussieht, so flauschig sich das anfühlt - der Kopf ist riesig und der Anzug ist schwer. Man sieht nur eingeschränkt und hört einen Bruchteil. Tanzen im Sommer bei über 40°C im Anzug wird schnell zur Tortur, die nur top trainierte Tänzer aushalten. Dafür sei es immerhin im Herbst angenehm zu tragen. Kostüm, Gesicht, Augen, Pfoten, das alles erhöhe den „Cute-Faktor, also wie süß und niedlich die Figur auf Menschen wirkt.

Aktuell entwickelt man eine kleine Luxxy-Plüschfigur, die etwa kleinen Patientinnen und Patienten Trost schenken könnte. Mit öffentlichen Tanzveranstaltungen könnte der Luchs aber auch für Kulturveranstaltungen in Städten werben. „Tanzen wie die K-Pop Demon Hunters“ heißt das etwa in Deggendorf im Mai. Auch in Erfurt und Nürnberg werde Luxxy im kommenden Jahr auftreten. Mit einem hochmodernen Mikrofon kann sie sogar unter der Maske sprechen. 

Luxxy ist nur der Anfang. Doch als Vorbild und Publikumsmagnet könnte der Luchs z.B. Veranstaltungen oder den lokalen Tourismus, außerhalb Meitingens vorantreiben.

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/maskottchen-luxxy-soll-k-pop-tanzend-menschen-verbinden-112968153

Bürgerreporter:in:

Alexander Meyer aus Meitingen

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