Militärmedizin im Spiegel der Jahrhunderte !
225 Jahre Pepiniére - Berlin

4Bilder

Nahezu unbemerkt jährte sich die Gründung der Pèpinière, in Berlin, zum 225.Male...

Von einem Militärsanitätswesen kann, in ersten Anfängen , zuerst mit der Aufstellung stehender Heere gesprochen werden.
Landgraf Karl ( 1620-1730 ) kommt der Verdienst zu ein eigenes stehendes Heer, zum Schutze, gegen die Truppen Ludwigs des
XIV. aufgebaut zu haben.
In der ersten hessischen Medizinalverordnung, 1616 gedruckt, fehlt jedoch zunächst noch jeder Bezug zum Sanitätswesen eines stehenden Heeres.
Zuerst in  Medizinalordnung von 1767 finden sich dann vereinzelt Hinweise auf Militärchirurgen, und deren Ausbildung.
In der 2.Hälfte des 18.Jahrhunderts verstärkte sich der Wille, setzte sich die Erkenntnis durch, die oft unzureichend ausgebildeten "Feldschere" durch Militärärzte mit guten medizinischen Kenntnissen schrittweise zu ersetzen.
Die akademische Ausbildung verdrängte nunmehr , Schritt für Schritt, die auf der Empirik ( praktischen Erfahrung) basierende bisherige Ausbildung...Fortbildung, Weiterbildung.....
Ein erster wichtiger progressiver Schritt  war die Gründung eines speziellen Seminars ( Collegium Carolinum, der kaiserlichen Ritterschule ) für Feldschere...
Ab 1767 wurde dann gesetzlich festgelegt , jedes Regiment musste 1-2 Feldschere zu diesem Seminar abordnen.Allerdings findet sich, in der MedizinalOrdnung von 1778, keinerlei Hinweis mehr auf dieses Seminar ! Die Folge, das Seminar endete auf Veranlassung des Landgrafen Wilhelm IX.
Dem Landgrafen wurden daraufhin, von Marburger Professoren, Vorschläge einer neuartigen Militärsanitätsausbildung , auf wissenschaftlicher Basis unterbreitet.
Noch im Jahre 1779 stimmte der Landgraf den Plänen zu. Am ersten Studiengang nahmen bereits 11 " Kompaniefeldschere  "
an der Universität Marburg teil ...
Das Heer des Landgrafen bestand jedoch aus insgesamt 20 Regimentern. Die miltiärisch Verantwortlichen liessen jedoch diese neuartige Militärsanitätsausbildung vlelfach ungenutzt. Dies reklamierte zunächst Professor Christian Friedrich Michaelis ( 1754-1814 ) massiv. Er forderte, nach ersten Erfahrungen, sogar die Verlängerung des Studiums auf insgesamt 2 1/2 Jahre. 
Bereits 1787 schlossen 5 hervorragend ausgebildete Militärchirurgen, das Studium an der Uni Marburg ab.
Zu den Prüfungsfächern gehörte bereits :

1. Anatomie 2. Chirurgie 3. Physiologie 4. Pharmazie...

Mit dem Abschluss des erfolgreichen Studiums wurden diese jetzt " Militärchirurgen " von der Aufgabe entbunden weiterhin, wie bisher, als Feldschere, andere Soldaten zu rasieren.... ( siehe Abbildung blaue Bartschüssel) Original ...
Stetig erweiterte sich, in der Folge, die Anzahl der " Curricula "um z.B. Botanik, Chemie, Veterinärmedizin , aber auch " Weiberkrankheiten " ::::  kein Schreibfehler....
Professor Conrad Moench ( 1744-1805 ) lehrte die Fächer Botanik, Chemie an der Uni Marburg....
Seite -3- folgt...

Bürgerreporter:in:

Hans Gerhard Christoph

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.