"Verkehrssicherheit" erhöht
Bußgeld-Einnahmen durch einen neue Blitzer in Tempo 30-Zonen und Schulen in den Ferien
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In einem ersten Beitrag zum Thema neue Blitzer-Anhänger im Märkischen Kreis unter dem Titel: "Ein Plädoyer für den gesunden Menschenverstand ??? - Unbekannte sabotierten einen neuer Blitzer in Hemer-Deilinghofen" hatte ich gewagt Kritik an Tempo 30 zu üben. Dabei bezog ich mich auf einen Artikel aus dem IKZ.
Neuer Blitzer in Hemer von Unbekannten außer Gefecht gesetzt
"Hemer. Seit wenigen Tagen setzt der MK den Enforcement-Trailer in Hemer ein und blitzt Raser. Jetzt wurde das Gerät außer Gefecht gesetzt."
27.10.2025, 14:38 Uhr, IKZ
Am 30.10.2025 erschien ein weiterer Titel in come-on.de unter der Überschrift: Kreis macht Jagd auf Raser: Neuer Blitzer-Anhänger für 180.000 Euro Darin hiess es:
"Der Märkische Kreis sagt Rasern und Temposündern den Kampf an. Für 180.000 Euro wurde jetzt ein dritter Blitzer-Anhänger angeschafft."
"Der neue Trailer solle dazu beitragen, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, Geschwindigkeitsverstöße effizient zu erfassen und durch sichtbare Präsenz das Fahrverhalten nachhaltig zu beeinflussen. „Eine der maßgeblichen Unfallursachen im Straßenverkehr ist weiterhin überhöhte Geschwindigkeit. Mit dem neuen Trailer investieren wir direkt in die Verkehrssicherheit vor Ort“, wird Janine Mattka, Leiterin des Fachdienstes Verkehrsordnungswidrigkeiten, in der Mitteilung zitiert."
Allerdings fehlt die Information, dass die Tempo-30-Zone am Ortseingang Hemer-Deilunghofen eigens eingerichtet worden war. Und wie kann man "Verkehrssicherheit" erhöhen, wo keine Unfälle dokumentiert sind?
Eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz blieb unbeantwortet.
Bußgeld-Einnahmen durch einen neuer Blitzer in Hemer-Deilinghofen
In einer ersten Anfrage an den Landrat als Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis vom 01.01.2026 nach dem Informationsfreiheitsgesetz NRW wurde nach nach Entscheidungskriterien für die Aufstellung des Blitzers am Ortseingang gefragt:
Darin finden sich gewiss einige Antworten auf die Fagen:
- Wieviele tödliche Unfälle wurden hier in den vergangenen Jahren dokumentiert?
- Wieviele Unfälle mit Körperverletzungen hatte es hier gegeben?
- Wieviele Blechschäden?
- Wieviele Nachbarn hatten Tempobeschränkung gefordert?
- Wieviele Autos wurden insgesamt gezählt?
- Bei wie vielen wurde eine verkehrgefährdende Fahrweise festgestellt?
- Wie viele Menschen folgten ihrem gesunden Menschenverstand und scheiterten am Schild?
- 2. Mit Sicherheit liegen Dokumentationen darüber vor wie viele Bußgelder in dieser Zeit an diesem Blitzer erfasst wurden
- 3. Die Gesamtsumme der Einnahmen des Blitzers müssen erfasst sein und .
- 4. Möglicherweise wurde auch die Durchschnitts- und Höchst-Tempo-Messungen dokumentiert
Nicht erhöhte Verkehrssicherheit, sondern meckernde Anwohner
Weitere Recherchen zu den Tempo-30-Regelungen zeigen, dass nicht etwas erhöhte Sicherheitsbedarfe, sondern langjährige Forderungen von (vielen) Anwohnern die Entscheidung beeinflußten.
"Nach langem Hin und Her hat die Stadt eine Forderung von vielen Anwohner beim Landesbetrieb Straßen NRW durchgesetzt. Auf den Ortsdurchfahrten in Ihmert, Bredenbruch und Deilinghofen gilt nun Tempo 30. Dort beschweren sich Anwohner schon seit längerem über Raser. Vor allem auf die breite Fahrbahn der Hönnetalstraße könnte die Maßnahme eine verkehrsberuhigende Wirkung ausüben."
"Bürgermeister Christian Schweitzer betont: „Die längst überfällige Entscheidung von Straßen NRW ist ein bedeutender Erfolg unserer Bemühungen und ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Straßenverkehrs- und insbesondere Schulwegsicherheit.“ Die Stadt Hemer bedanke sich beim Landesbetrieb Straßenbau NRW für die Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme."
"Tempoverstöße sind innerorts teuer. Bei 11 bis 15 Stundenkilometern zu viel sind schon 50 Euro fällig, bei 16 bis 20 km/h 70 Euro, bei 21 bis 25 km/h 115 Euro. Wer noch schneller unterwegs ist, muss mit Punkten und anschließend auch mit Fahrverboten rechnen."
Achtung Autofahrer! Hier gilt in Hemer jetzt Tempo 30
IKZ, 25.03.2025 17:57 Uhr
Verkehrssicherheit vor Schulen an Wochenenden und in den Ferien
Am Samstag, 11.07.2026 beobachtete ich abends erstmals einen Blitzer in Hemer vor der Wilhelm-Busch-Schule Hemer.
An Wochenenden sind Schulen geschlossen. Seit dem 20.07.2026 sind auch in NRW Schulferien. Geblitzt wird weiter.
Weder die Straßenführung noch die Verkehrssicherheit können somit als ernsthaft glaubwürdiges Argument angeführt werden.
Bürgerreporter:in:Ulrich Wockelmann |
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