Garten im Jahreslauf
Das kleine Krabbeln im "Mähfreien Mai"
- Garten im Jahreslauf (Foto: Katja Woidtke)
Kleines Krabbeln im "Mähfreien Mai" - Seidiger Glanzrüssler (Polydrusus formosus) - Foto: Katja Woidtke
- hochgeladen von Katja Woidtke
"Alles neu macht der Mai", wird schon im bekannten Volkslied gesungen. Wer einen kleinen (oder auch großen) Garten hat, kann das täglich beobachten. Wer wie wir den Rasenmäher im "Mähfreien Mai" im Schuppen und Wildkräuter auf der Wiese wachsen lässt, hat im Wonnemonat kaum Arbeit, dafür aber viel Zeit, um ganz viele Insekten und mehr zu entdecken.
Vor allem der Insektenwelt tut es gut, im Mai alles einfach einmal wachsen zu lassen. Löwenzahn, Gänseblümchen, Spitzwegerich und Günsel bezaubern mit ihren Blüten und locken Wildbienen und andere Insekten an. Wenn dann noch zusätzlich Margeriten, Salbei, Glockenblumen und Co. auf der wilden Wiese oder in den Beeten blühen, beginnt das kleine Krabbeln.
Alle Käfer, Spinnen, Fliegen, Hummeln und Bienen, die bei uns herumwuseln, habe ich nicht mit der Kamera erwischt, aber auch so zeigt die Bildergalerie, wie wertvoll ein Garten mit heimischen Pflanzen für die Tierwelt ist. Selbst ein kleiner Reihenhausgarten wird schnell zu einem wichtigen Trittstein für unsere Flora und Fauna.
Durch den ausgiebigen Regen Anfang Mai schossen die Pflanzen förmlich in die Höhe. Jeden Tag gab es Neues zu entdecken: Von der Frühen Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula), die an unserem Miniteich schlüpfte, bis zur Weißdorn-Miniersackmotte (Incurvaria masculella) konnten wir faszinierende Natubeobachtungen machen. In den Margeriten turnte ein Trauer-Rosenkäfer und aus der Blüte einer Glockenblume wurde ein kuscheliges Wildbienenbettchen.
Je mehr Insekten im Garten leben, umso mehr Vögel kommen auch auf der Suche nach Nahrung vorbei. Spatzen, Amseln und Meisen sind regelmäßige Gäste, die hier sogar zum Teil ihren Nachwuchs großziehen. Besonders freuen wir uns über die Mehlschwalben, die auch in diesem Jahr wieder unter unserem Dach nisten und natürlich über die Mauersegler, die am Abend laut rufend, rasant zwischen den Häuserzeilen fliegen.
Plant ihr die Anlage eines Gartens? Dann solltet ihr unbedingt auch an einen kleinen Baum denken. Er dient nicht nur als gestalterisches Element, sondern spendet außerdem an heißen Tagen angenehmen Schatten. Bei uns steht seit 25 Jahren ein Apfelbaum - der Kugelahorn an der Terrasse folgte ein paar Jahre später. Es gibt (fast) nichts Schöneres, als an einem lauen Sommerabend dem Rascheln der Blätter zu lauschen.
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Mit Katja im Garten
Habt ihr auch wilde Ecken in eurem Garten?
Bürgerreporter:in:Katja Woidtke aus Langenhagen |
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