Insekten im Garten
Libellenschlupf am Miniteich
- Libellen in Deutschland (Foto: Katja Woidtke)
Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) - Foto: Katja Woidtke
- hochgeladen von Katja Woidtke
Unser naturnah gestalteter Garten ist Lebensraum für viele Tiere. In den wilden Ecken überwintern Igel, die verschiedenen Nistkästen werden von Meisen, Spatzen und Schwalben genutzt. Totholz und Nisthilfen für Insekten locken verschiedene Wildbienen an. Auch am kleinen Teich ist wildes Leben zu beobachten. Frösche, Molch und Erdkröten fühlen sich hier wohl. Unser spezielles Highlight ist aber der Schlupf von Libellen am Miniteich.
In diesem Jahr wurde unsere Libellen-Saison im eigenen Garten eingeläutet. Wir sind große Fans dieser faszinierenden Insekten und viel in der Natur unterwegs um Groß- und Kleinlibellen zu fotografieren. Umso größer war unsere Freude, als uns Anfang der Woche die erste Frühe Adonislibelle in diesem Jahr in unserem Hochbeet begegnete.
Das windstille, sonnige Wetter war ideal für einen Libellenschlupf. Und tatsächlich - an den Blättern der Sumpf-Schwertlilie entdeckten wir Exuvien und gleich daneben Frühe Adonislibellen, deren Flügel in der Sonne aushärteten. Diese Schlanklibellen tragen ihren Namen wegen ihrer auffälligen, roten Färbung, die an die Blüte von Adonisröschen erinnern. Wir konnten sie schon im letzten Jahr an unserem Teich nach dem Schlupf beobachten.
Dass die Libellen auch in diesem Jahr wieder bei uns schlüpfen, ist ein schönes Zeichen. Sie scheinen bei uns prima Bedingungen vorzufinden. Und dabei wählten wir vor ein paar Jahren für unseren Miniteich einfach ein kleines, fertiges Teichbecken. Die "Dragonflies", wie sie im Englischen genannt werden, entdeckten schnell das Wasser im Garten für sich. Neben den Kleinlibellen kommen auch immer wieder Großlibellen wie der Plattbauch bei uns vorbei. Im Mai 2020 kam es dabei leider zu einem Schlupfunfall an unserem Teich.
Wusstet ihr schon, dass die Frühen Adonislibellen bereits ab April zu beobachten sind? Für die Eiablage landen Weibchen und Männchen im Tandem an Pflanzen in der Nähe der Wasseroberfläche. Die Eier werden von den Weibchen an Pflanzen unterhalb der Wasseroberfläche abgelegt, wo sie sich zu Larven entwickeln. Im nächsten Frühjahr kriechen die Larven in ihrem letzten Entwicklungsstadium an Pflanzen aus dem Wasser. Dort brechen die Libellen wie Aliens aus ihrer Hülle (Exuvie) - ein faszinierendes Schauspiel.
Ich hoffe, meine Begeisterung für diese wunderschönen Insekten ist ansteckend. In der Bildergalerie findet ihr ein paar Aufnahmen der letzten Tage.
Mit Katja im Garten
Welche Libellen konntet ihr in diesem Jahr bereits beobachten?
Bürgerreporter:in:Katja Woidtke aus Langenhagen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.