Interkommunale Kooperation im Klimaschutz

Foto: Dagmar Weber / Lech-Wertach-Interkommunal e. V.

Die 17 Kommunen aus dem Begegnungsland Lech-Wertach und der ILE Zwischen Lech und Wertach erarbeiteten in Zusammenarbeit mit dem bifa Umweltinstitut Augsburg einen interkommunalen Energienutzungsplan einschließlich kommunaler Wärmeplanung für die Region.

Wie kann man sich auf die energetischen Herausforderungen der Zukunft vorbereiten und den Klimaschutz gemeinsam voranbringen?

Diese Fragen stellten sich im Jahr 2023 die 17 Kommunen Amberg, Bobingen, Graben, Großaitingen, Hiltenfingen, Hurlach, Igling, Kleinaitingen, Klosterlechfeld, Königsbrunn, Lamerdingen, Langerringen, Obermeitingen, Oberottmarshausen, Schwabmünchen, Untermeitingen und Wehringen.

Eine - in dieser Größe und Konstellation in Bayern einmalige - gemeinsame Vorgehensweise wurde aufgrund bereits bestehender Zusammenarbeit beschlossen.

Die Beauftragung erfolgte an das bifa Umweltinstitut mit der Erstellung eines interkommunalen Energienutzungsplans und einer kommunalen Wärmeplanung. Die Maßnahme wird mit rund 100.000 Euro durch Fördermittel des Freistaats Bayern unterstützt.

Abschließende Ergebnisse wurden nun nach rund eineinhalb Jahren Projektlaufzeit den Stadt- und Gemeinderäten präsentiert.

Die Studie gibt Auskunft über die aktuelle Energiesituation und über den zukünftigen
Bedarf. Potenziale der regenerativen Energieversorgung werden aufgezeigt. Fokusgebiete einer leitungsgebundenen Wärmeversorgung sind benannt. Ein Transformationspfad zur Klimaneutralität wird vorgeschlagen, aus dem passgenaue Klimaschutzmaßnahmen abgeleitet wurden. Zur kommunalen Wärmeplanung wurden wichtige Akteure der Energiewende einbezogen. Als Schwerpunkte wurden zudem u. a. Möglichkeiten eines Grüngut-Verbunds, Wärmeverbundoptionen und ein Herangehen an die Tiefengeothermie erarbeitet, die im Betrachtungsraum wichtige Potenziale für eine großräumige regenerative Wärmeversorgung bietet.

„Die Pläne leiten außerdem eine Reihe an Maßnahmenvorschlägen ab, daran orientiert können Kommunen ihre nächsten Schritte planen. Für einige Themen bieten sich ggf. auch Verbundlösungen an, wie dieses Projekt erfolgreich gezeigt hat“, erklärt Geschäftsführer des Begegnungsland Lech-Wertach, Raphael Morhard.

Der Bürgermeister der Stadt Königsbrunn Franz Feigl resümiert: „Besonders erfreulich ist, dass wir die Planungsvorgaben ca. drei Jahre vor den gesetzlichen Fristen erreichen und auch die kleineren Gemeinen, für die keine Verpflichtungen gelten, diesen Weg mit uns beschreiten. So kann in der Zukunft eine abgestimmte Entwicklung erfolgen und wir konnten bei der Umsetzung sehr kosten- und personaleffizient agieren.“

Bürgerreporter:in:

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