Wieder 410 Parkplätze in Köln weniger
KSG fordert sofortiges Moratorium beim Masterplan Parken
- Symbolbild Abbau vom Parkplätzen in Köln
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Kölner StadtGesellschaft: „Erst Antworten für Anwohner – dann weiterer Abbau von Parkraum“
Köln, 18. August 2026. In der Kölner Innenstadt sind bereits mehr als 410 Stellplätze entfallen. Begründet wird dies mit der erforderlichen Mindestfahrbahnbreite von 3,05 Metern für Feuerwehr und Rettungsdienste. Weitere Stadtteile sollen folgen. [Rundschau Online]
Die KSG – Kölner StadtGesellschaft stellt klar: Sicherheit von Rettungswegen ist nicht verhandelbar. Dennoch kritisiert sie den aktuellen Kurs scharf.
Es wird bereits massiv Parkraum abgebaut, während der „Masterplan Parken“ noch keine belastbaren Antworten liefert, wo Anwohner künftig parken sollen.
„3,05 Meter sind richtig und notwendig – aber kein Freibrief für pauschalen Parkraumabbau“, so die KSG. Jede Straße müsse einzeln geprüft werden, statt flächendeckend Stellplätze zu streichen.
CDU-Kritik wirkt widersprüchlich
Die KSG zeigt sich zudem verwundert über die aktuelle Kritik der CDU. Denn der „Masterplan Parken“ wurde 2021 gemeinsam von CDU, Grünen und Volt beschlossen. [Stadt Köln]
Dieser sah bereits eine deutliche Reduzierung von Parkraum vor – in der Diskussion war sogar ein Rückgang von bis zu 30 Prozent der bewirtschafteten Stellplätze.
„Wer heute den Abbau kritisiert, muss sich an die eigene Beschlusslage erinnern“, so die KSG.
Zentrale Fragen bleiben unbeantwortet
Für die KSG ist klar: Bevor weiterer Parkraum entfällt, braucht es Antworten auf grundlegende Fragen:
* Wo sollen Anwohner künftig parken?
Wo bleiben die angekündigten Quartiersgaragen?
* Welche realistischen Alternativen gibt es für Autoabhängige?
* Warum wird nicht zuerst konsequent gegen echtes Fehlparken vorgegangen?
* Warum keine konsequente Einzelfallprüfung pro Straße?
Ein einzelner weggefallener Stellplatz sei keine Mobilitätslösung.
KSG fordert sofortiges Moratorium
Die KSG fordert daher ein sofortiges Moratorium für den „Masterplan Parken“ in seiner aktuellen Ausrichtung. Der Beschluss zur weiteren Erarbeitung und Umsetzung gehe in die falsche Richtung und müsse gestoppt werden.
Statt weiterer Stellplatzstreichungen brauche Köln zunächst ein tragfähiges Gesamtkonzept mit Quartiersgaragen, besserer Nutzung bestehender Flächen, konsequentem Vorgehen gegen Fehlparken und transparenter Einzelfallprüfung.
„Köln braucht keine Politik nach dem Motto ‚Auto raus – Problem gelöst‘, sondern echte Lösungen“, so die KSG.
Der öffentliche Raum müsse alle Anforderungen berücksichtigen: Rettungswege, Barrierefreiheit, Lieferverkehr, Aufenthaltsqualität – und ebenso die berechtigten Bedürfnisse der Anwohner.
„Der Masterplan Parken darf kein Abbauplan werden. Er muss gestoppt und neu gedacht werden.“
Über die KSG – Kölner StadtGesellschaft
Die KSG setzt sich für eine alltagstaugliche, ausgewogene Verkehrspolitik in Köln ein, die Mobilität nicht gegeneinander ausspielt, sondern praktikable Lösungen für alle Stadtteile schafft.
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Bürgerreporter:in:Ricky Schmidberger aus Köln |
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