Olympia-Aus für Köln
Eine verlorene Chance ist kein politischer Erfolg
- Köln verliert Olympia-Chance, Kritik an Parteien wird laut
- Foto: Symbolbild mit Hilfe von KI erstellt - frei von Rechten Dritter
- hochgeladen von Ricky Schmidberger
(Köln) Die Kölner Wählergemeinschaft Kölner StadtGesellschaft KSG kritisiert NOlympia, Grüne und linke Parteien, aber auch die Landesregierung, weil finanzielle Zusagen an Köln zu vage waren.
„Wer bei NOlympia jetzt den Verlust der Olympiachance als Erfolg feiert, verwechselt Verhinderung mit Gestaltung“, erklärt Torsten Ilg, Kommunalpolitiker der Kölner StadtGesellschaft (KSG) im Stadtbezirk Rodenkirchen.
Kritik an Kölner Parteien und Landesregierung
Die KSG sei niemals gegen Olympia in Köln gewesen. Sie habe vielmehr vor der Abstimmung von der Landesregierung konkrete finanzielle Zusagen für Verkehr, Infrastruktur und olympiataugliche Sportstätten gefordert. „Außer vagen Ankündigungen kam leider wenig Konkretes. Das hat die Bewerbung nicht gestärkt und dürfte dazu beigetragen haben, dass München am Ende den Zuschlag erhielt.“ Mit dem Aus scheitert auch die Aussicht auf zusätzliche Investitionen. „Die NOlympia-Bewegung und Teile von Grünen und linken Parteien haben diese Niederlage politisch eher beschleunigt als verhindert.“
Besonders betroffen ist der Kölner Norden:
In Kreuzfeld hätte Olympia einen erheblichen Stadtentwicklungs- und Infrastrukturimpuls auslösen können. „Warum sollte nach dieser Niederlage jetzt noch ein Geldsegen über Köln und das Rheinland ausgeschüttet werden?“
Auch die Kölner LINKE müsse sich fragen lassen, wie sie die von ihr geforderten Investitionen finanzieren wolle. „Jörg Detjen und seine Partei können viel darüber reden, wofür Geld ausgegeben werden soll. Entscheidend ist aber, woher es kommen soll.“ Für Ilg verschärft sich damit die regionale Schieflage:
„Während Kreuzfeld eine große Entwicklungschance verliert, müssen der wirtschaftsstarke Kölner Süden und der Westen weiterhin einen erheblichen Teil der Lasten dieser Stadt schultern.“
„Wir wollten Olympia nicht um jeden Preis, sondern als Hebel für dringend notwendige Investitionen in Köln. München hat gewonnen – Köln hat eine Chance verloren. Das als Erfolg zu feiern, ist politisch kurzsichtig.“
Bürgerreporter:in:Ricky Schmidberger aus Köln |
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