Bahnhof Köln Messe / Deutz
Der Bahnhof "Köln Messe Deutz" ist einer der wichtigsten Bahnhöhe der rheinischen Metropole Köln. Er liegt im rechtsrheinischen Teil der Millionenstadt und hilft, die Nah- und Fernverkehrszüge ins Umland zu verteilen.
Betritt man das Bahnhofsgebäude über seinen Haupteingang, erreicht der Reisewillige erst einmal die Bahnhofsvorhalle. Hier gibt es die üblichen Verdächtigen - Gastronomie, einen Fachzeitschriftenfachhandel.
Zwei Sachen sind auf den ersten Blick angenehm. Es gibt einen öffentlichen, gebührenpflichtigen Abort. Er wird aber Ende September 2026 umgebaut, Ende offen. Ersatz soll es auf dem Bahnhofsvorplatz geben.
Und - man lese und staune - es gibt ein Reisezentrum; bei Bedarf sind hier Fahrplanauskünfte erhältlich. Warum dieser Service samstags schon um 15 Uhr eingestellt wird, ist unverständlich. Fahrkarten für den ÖPNV - Nahverkehr kann der Reisende an Fahrkartenautomaten käuflich erwerben. Der Grundbedarf ist also gesichert, bei weiterem Bedarf wäre es ratsam, zum Hauptbahnhof zu fahren und dort nachzufragen-
Mit den Bahngleisen ist es so eine Sache. Sie sind unübersichtlich angeordnet und über einen schmucklosen Personentunnel erreichbar. Die Bahnsteige sind nur eingeschränkte barrierefrei erreichbar; mobilitätseingeschränkte Reisende werden beispielsweise Schwierigkeiten haben, die Gleise 11 und 12 zu erreichen - sie sind nur über Treppem zu erreichen. Insgesamt gesehen sind die Bahnsteige unübersichtlich und (für auswärtige Besucher) verwirrend angeordnet.
Hinzu kommt: an zahlreichen oberirdischen Bahnsteigen finden Bauarbeiten statt. Raumfüllende Holzkonstruktionen schränken die Sicht ein; Sitzgelegenheiten fehlen.
Ein Fazit ist für diesen Bahnhof schnell gezogen. In diesem Zustand ist dieser Bahnhof schrecklich.
Ein Beispiel: An einem Samstagmittag Ende September 2026 wollte der Autor dieser Zeilen von Duisburg Hbf zum Düsseldorfer Hbf fahren. Das war so gegen 12:30 Uhr. Der RegionalExpreß wurde nach kurzem Aufenthalt aus unerfindlichen Gründen über (Leverkusen-)Opladen nach Köln (hier: Messe / Deutz) umgeleitet. Der Autor dieser Zeilen ist mobilitätseingeschränkt und wackelig auf den Beinen. Da ärgert es schon, seine Pläne für den jeweiligen Tag umscheißen zu müssen und sich an einem miserablen Bahnhof zurechtfinden zu müssen. Es entstand der Eindruck, daß fast jeder Zug vor Ort deutliche Verspätung hatte, wenn nicht gar ausfiel.
An Tagen wie diesen entsteht sehr schnell die Sehnsucht nach einem anderen, besseren Deutschland, in dem wenigstens das Bahnfahren funktioniert.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
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