Forstverwaltung Hatzfeld
Geschichtlicher Überblick der Hatzfelder Forstmeister und der Forstverwaltung (1700–2025)
- Forstbeamte Hatzfeld 1973
- hochgeladen von Rainer Mengel
Geschichtlicher Überblick der Hatzfelder Forstmeister und der Forstverwaltung (1700–2025)
Der Hatzfelder Forstbereich blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die von den frühen forstlichen Verwaltungsstrukturen des 18. Jahrhunderts bis hin zur heutigen Organisation reicht. Diese Entwicklung spiegelt die Veränderungen in der Forstwirtschaft, Verwaltung und territorialen Zugehörigkeit wider.
Frühe forstliche Leitung und Struktur (1700–1900) Bereits im Jahr 1700 wurde die forstliche Leitung in Hatzfeld durch den Herr Teich übernommen, der bis 1730 amtierte. Es folgten Herr Puschfeld (1730–1765) und Herr Rausch (1765–1795), die die Forstverwaltung in einer Zeit prägten, in der die forstwirtschaftliche Nutzung vor allem der Versorgungssicherung und dem Schutz der Waldflächen diente. Im 19. Jahrhundert, ab 1820, übernahmen Herr Klippstein (1820–1853), Herr Irle (1853–1869) und Herr Bierau (1869–1890) die Leitung. Diese Ämter waren geprägt von einer zunehmenden Professionalisierung und der Einführung moderner forstlicher Prinzipien.
Das 20. Jahrhundert: Zwischen Kriegszeiten und Verwaltungsreformen Im frühen 20. Jahrhundert, ab 1891, leitete Graf Schmising - Kerssenbrock die Forstverwaltung bis 1905. Es folgten Herr Finsterbusch (1905–1907), Herr Euler (1907–1912) und Herr Engelhardt (1912–1914). Während des Ersten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahren kam es zu personellen Wechseln, die auch durch die politischen Umbrüche beeinflusst wurden. Zwischen 1918 und 1921 war Freiherr Spiegel von und zu Peckelsheim im Amt, gefolgt von Herr von Sachs (1921–1927) und Herr Busse (1927–1934). Die Zeit des Nationalsozialismus brachte eine weitere Umstrukturierung, wobei Herr Gonnermann (1934–1947) die Leitung innehatte, mit einer Unterbrechung durch den Revierförster Filling (1941–1945) während des Zweiten Weltkriegs.
Nachkriegszeit und Strukturreformen (1947–2001) Nach dem Krieg wurde die Forstverwaltung neu organisiert. Der Wald wurde mit den Kulturfrauen aufgeforstet. Herr Oesten führte das Amt von 1947 bis 1958, gefolgt von Herr Neusinger (1958–1985). Der letzte eigenständige Forstamtsleiter war Herr Günter Berendes, der bis 2001 amtierte. Während dieser Zeit war das Forstamt Hatzfeld in mehrere Revierförstereien gegliedert, darunter die Revierförstereien Hatzfeld, Eifa, Frohnhausen, Ebenfeld, Dodenau, Elbrighausen, Karlsburg und Battenberg. Diese Struktur wurde im Zuge der Verwaltungsreformen im Jahr 2001 aufgelöst, das Forstamt Hatzfeld wurde in das größere Forstamt Frankenberg integriert.
Auflösung und Eingliederung (ab 2001) Im Jahr 2001 wurde das eigenständige Hessische Forstamt Hatzfeld aufgelöst. Das Gebiet wurde dem Forstamt Frankenberg zugeordnet, das heute in der Form des Forstamt Frankenberg-Vöhl besteht. Diese Fusion wurde 2021 durch die Zusammenlegung der Forstämter Frankenberg, Vöhl und Diemelstadt weiter vertieft, wobei das Gebiet von Hatzfeld seitdem Teil eines größeren Verwaltungsverbundes ist.
Aktuelle Organisation und Zuständigkeiten Seit dem 1. Januar 2021 gehört das Gebiet von Hatzfeld zum Forstamt Frankenberg-Vöhl, mit Hauptsitz in Frankenberg.
Seit dem 1. Januar 2025 ist Stefan Solm offizieller Revierförster in Hatzfeld.
Das Revier betreut eine vielfältige Waldlandschaft im oberen Edertal und an den Höhenzügen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Die Flächen sind Eigentum verschiedener Besitzarten: der kommunale Stadtwald Hatzfeld, der Landeswald (Staatswald) sowie Privat- und Altrechtliche Waldgemeinschaften. Die Wälder bestehen vor allem aus Fichten, Buchen und Eichen, ergänzt durch ökologisch wertvolle Schutzgebiete wie die Bachauen des Elbrighäuser Baches und des Nitzebaches, die unter Schutz stehen.
Historische Entwicklung der Waldflächen und Revierstrukturen Historisch um 1910 umfasste die Forstverwaltung in Hatzfeld eine Fläche von etwa 2.234 Hektar, was rund 66 % der damaligen Gemarkungsfläche von ca. 3.355 Hektar entsprach. Die Gemarkung selbst war damals deutlich kleiner als heute, da die heutigen 58,51 km² (ca. 5.850 Hektar) durch Eingemeindungen und territoriale Erweiterungen entstanden sind. Vor 1974 gehörten die Reviere Berghofen und Holzhausen zum Kernbereich, wurden jedoch aufgelöst und auf die verbleibenden Reviere verteilt.
Fazit:
Die Geschichte des Hatzfelder Forstmeisters und der Forstverwaltung spiegelt die Entwicklung von einer kleinen, lokal verwalteten Forststruktur hin zu einer modernen, großräumigen Organisation wider. Trotz zahlreicher Reformen und Umstrukturierungen bleibt die Bedeutung der Forstverwaltung für die nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz der Hatzfelder Wälder erhalten. Heute ist das Gebiet Teil eines großen, kooperativen Forstamts, das die vielfältigen ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen der Region erfüllt.
Die Forstbeamten der Oberförsterei Hatzfeld in den Jahren 1932/33
Weiland – Revier Ebenfeld
Kraft - Fostgehilfe in Ausbildung
Niess - Revier Holzhausen
Fischer - Revier Lindenhof
Buse - Forstamtsleiter
Müller - Revier Eifa
Keutsch - Büroleiter
Motzni - Revier Biebighausen
Wagner - Revier Rhoda
Bertram - Nachfolger Revier Eifa
Forsthaushof Holzhausen (gehört zum Forstamt Hatzfeld) April 1973
Oberförster Heinrich Hellwig – Ebenfeld
Oberförster Karl Klotz – Lindenhof
Oberförster Fritz Blumenstein – Hatzfeld
Forstamtman Heinrich Meurer – Hatzfeld
Oberförster Walter Pfaff – Dodenau
Oberförster Karl Becker – Sackpfeife
Oberförster Alfred Neusinger – Hatzfeld
Oberförster Heinz Friedrich – Geschäftszimmer Hatzfeld/Biedenkopf/Frankenberg
Revierförster Anw. Sacha – Hatzfeld
Oberförster Hans Gimbel – Pfütze
Oberförster Werner Huppmann – Frohnhausen
Oberförster Jürgen Rothe – Karlsburg
Forstreferendar Dieter Müller – Vorbereitungsdienst Hatzfeld
Oberförster Eberhard Engelbach - Elbrighausen
Die Forstbeamten des Forstamtes Hatzfeld im Jahr 1990
Forstoberinspektor Klaus Monses – Revier Ebenfeld
Forstoberinspektor Jochen Hörder – Revier Battenberg
Forstamtmann Werner Huppmann – Revier Frohnhausen
Forstamtmann Walter Pfaff – Revier Dodenau
Forstamtmann Karl Klotz – Revier Hatzfeld
Amtsrat Jürgen Eggert Rothe – stellv. Forstamtsleiter
Forstinspektor Wilfried Bettenhausen – stellv. Revierleiter
Forstamtmann Eberhard Engelbach – Revier Elbrighausen
Forstoberinspektor Heinrich Engelhard – Revier Karlsburg
Forstoberinspektor Frank Röbert – Büroleiter
Forstoberat Günther Berendes – Forstamtsleiter
Forstoberinspektor Ralf Kieselbach – Revier Eifa
Bürgerreporter:in:Rainer Mengel aus Hatzfeld (Eder) |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.