Burgen und Schlösser
Von der Burgruine Èze bietet sich ein phantastischer Blick auf die französische Riviera
- Mauerreste der Burg Éze
- hochgeladen von Jens Schade
Auf steilen Wegen geht es durch das mittelalterliche Dorf Èze (nahe Nizza) in 429 Metern über den Meeresspiegel auf das ehemalige Burgplateau. Die Burgstelle ist heute von Touristen geflutet, denn zwischen den wenigen Resten des alten Veste wachsen heute die sehenswerten Pflanzen eines botanischen Gartens – des Jardin Exotique d'Èze. Doch nicht nur die Pflanzen sind einen Besuch wert. Von hier oben bietet sich ein phantastisches Panorama auf die französische Riviera.
Die strategisch gelegene Felsklippe wurde wohl schon um 220 v. Chr. von der Bevölkerung als Fluchtburg genutzt. Die mittelalterliche Burg aber wurde erst im 12. Jahrhundert von der Familie Èze errichtet. Bereits 1388 übernahm das Grafengeschlecht von Savoyen die Befestigung. Am 9. Februar 1416 erhob der römisch-deutschen König und spätere Kaiser Sigismund die bisherige Grafschaft Savoyen zu einem Herzogtum mit Sitz und Stimme auf den Reichstagen. Seitdem herrschten hier die Herzögen von Savoyen. Dies führte letztendlich zum Ende der Burg.
Im Rahmen des sogenannten spanischen Erbfolgekrieges (sowohl die Habsburger als auch die französischen Könige wollten über die Nachfolge des kinderlos verstorbenen spanischen Königs Karl II. bestimmen) wechselte Savoyen (damals nominell noch ein Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) nach anfänglicher Zusammenarbeit mit Frankreich auf die Seite der Habsburgern. Der französische König Ludwig XIV. sah das gar nicht gerne. Französische Truppen belagerten die Burg. 1706 befahl der „Sonnenkönig“ die endgültige Zerstörung von Burg und Dorfmauern. Seither erzählen nur noch ein paar wenige Mauerreste von der einst stolzen Burg.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
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