Burgen und Schlösser
Peel Castle – Burgruine mit Schlossgespenst
- Peel Castle
- hochgeladen von Jens Schade
Burgenliebhaber werden auf der Isle of Man fündig. Neben der Burg in Castle Town (es soll sich um die besterhaltene mittelalterliche Burg in Europa handeln) – diese Anlage wird in einer späteren Folge der Serie „Burgen und Schlösser noch vorgestellt - zieht es die Freunde alter dicker Mauern insbesondere nach Peel.
Außer diesen beiden sehr bekannten Befestigungen muss es bei Port Erin allerdings eine weitere dritte mittelalterliche Burg gegeben haben. Ein noch existierender etwa 10 Mter hoher Hügel (Cronk Howe Mooa) deutet darauf hin, dass es sich um eine Motte – eine Turmhügelburg – gehandelt haben könnte, im Internet kursiert indes auch die Theorie, dass es eine Befestigung schon aus keltischer Zeit sei. Näheres habe ich leider nicht in Erfahrung bringen können. Jedenfalls dürfte der Burghügel einst von einem Burggraben umgeben und der Burgturm durch Palisaden zusätzlich geschützt gewesen sein. Entsprechendes gilt für Balladoole, wo laut einer Internetseite sich eine eisenzeitliche Befestigung befinden soll. Mir ist allerdings nur das dort gelegenen Schiffsgrab aus der Wikingerzeit bekannt. Mehr kann ich dann aber – auch dies in einer späteren Folge – zum Derby Fort sagen. Dieses Fort ist allerdings eine jüngere Befestigung erst aus dem 16. Jahrhundert.
Doch nun zur Burg von Peel. Peel ist eine Kleinstadt an der Westküste der Isle of Man. Die Wikinger errichten im 11. Jahrhundert auf der vorgelagerten kleinen Insel St. Patrick’s Isle eine Burg, zunächst in Holzbauweise. Erst Anfang des 14. Jahrhunderts kamen die dicken Mauern und Türme aus Sandstein hinzu. Der Rundturm gehörte vor der Errichtung der Burg ursprünglich zu einem Kloster; er wurde dann mit Zinnen wehrhaft gemacht. Bis 1860 bauten Arbeiter sogar die Befestigungsanlagen noch weiter aus.
Bei Ausgrabungen in den Jahren zwischen 1982 bis 1987 entdecken die Archäologen das Grab der „Pagan Lady“ aus dem 10. Jahrhundert, in dem eine schöne Halskette der Wikinger lag. Und ein Depot von Silbermünzen aus der Zeit um 1030 fanden die Ausgräber ebenfalls.
Heute ist die Burg mehr oder weniger eine Ruine. Aber es sollen Schlossgespenster hier herumgeistern. Zusätzlich gibt es noch die Legende vom Moddey Dhoo, einem übernatürlichen schwarzen Hund. Auf den Hund habe ich gerne verzichtet, einen richtigen Schlossgeist hätte ich aber mit Vergnügen fotografiert. Leider traute sich kein Gespenst vor die Kamera.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
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