Burgen und Schlösser
Das Galeriegebäude im Großen Garten von Herrenhausen
- Das Galeriegebäude im Großen Garten mit dem goldenen Tor.
- hochgeladen von Jens Schade
Es gab mal eine Postkarte von den königlichen Gärten, die zwar nach der Zerstörung des Schlosses Herrenhausen durch Weltkriegsbomben, aber lange vor der Rekonstruktion des Adelssitzes gedruckt wurde. Und trotzdem enthielt die Postkarte auch ein Foto vom „Schloss“. Abgebildet war das Galeriegebäude, dessen äußere Anmutung tatsächlich auf Schloss hinwies. Und eigentlich war die architektonische Schublade, in dem die Galerie damals einsortiert wurde, gar nicht mal so verkehrt.
Gut, die Herrenhäuser Galerie entstand zwischen 1694 und 1698 als Nebengebäude zum eigentlichen Schloss und sollte ursprünglich als Orangerie zum Unterstellen empfindlicher Kübelpflanzen dienen (die heutige Orangerie wurde erst 1720 erbaut). Aber schon als die Galerie noch im Bau war, rückte ein anderer Nutzungszweck immer weiter in den Vordergrund. Sie sollte als Festsaal dienen und repräsentative Räume, die das eigentliche Schloss nicht bieten konnte, für die Staatsgeschäfte des Kurfürsten und dem entsprechenden Zeremoniell bereithalten. Und wie in anderen Schlössern auch, bekam das Galeriegebäude Wohnräume für die Kurfürstin und den Kurfürsten. Das Galeriegebäude wurde so zu einem Lustschloss, oder, wie man damals sagte (als Französisch modern und weltmännisch war), zu einem „maison de plaisance“.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
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