Landkreis Günzburg
Zwei neue Medizinstipendiatinnen des Landkreises Günzburg starten Studium in Budapest

Blaulichtbeauftragter Ferdinand Munk, Fachbereichsleiter Gerhard Weiß, Theresa Mayr (Geschäftsstellenleiterin der GesundheitsregionPlus), Jill Klingler, Renáta Tóth und Landrat Hans Reichhart.  | Foto: Benjamin Sigmund / Landratsamt Günzburg
  • Blaulichtbeauftragter Ferdinand Munk, Fachbereichsleiter Gerhard Weiß, Theresa Mayr (Geschäftsstellenleiterin der GesundheitsregionPlus), Jill Klingler, Renáta Tóth und Landrat Hans Reichhart.
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Mit Jill Klingler und Renáta Tóth beginnen in diesem Herbst zwei neue Stipendiatinnen des Landkreises Günzburg ihr Medizinstudium an der Semmelweis-Universität in Budapest. Beide verfolgen das Ziel, später als Ärztinnen tätig zu sein, und erhalten dabei finanzielle Unterstützung durch das Medizinstipendium des Landkreises Günzburg.
Landrat Hans Reichhart freut sich über die Vergabe der beiden Stipendien: „Unser Förderprogramm ermöglicht engagierten Nachwuchskräften den Einstieg ins Medizinstudium und trägt gleichzeitig dazu bei, die medizinische Versorgung im Landkreis Günzburg langfristig zu sichern. Wir freuen uns sehr, zwei motivierte junge Frauen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.“

Für Jill Klingler aus Nersingen stand schon früh fest, dass sie Ärztin werden möchte. Besonders die Verbindung von Medizin und Sport begeistert sie. „Ein Traum von mir ist es, zukünftig als Ärztin im Bereich der Allgemeinmedizin mit der Zusatzbezeichnung Sportmedizin im Landkreis Günzburg tätig zu werden“, sagt sie. Erfahrungen sammelte sie bereits durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Rettungsschwimmerin sowie als Hilfskraft beim internationalen Kongress „Sport und Medizin“. „Dabei durfte ich nicht nur Olympiateilnehmer kennenlernen, sondern auch Sportmediziner. Das hat meinen Berufswunsch weiter gefestigt.“

Auch Renáta Tóth verfolgt ihren Traum vom Arztberuf bereits seit ihrer Kindheit. „Dieser Wunsch ist kein spontaner Entschluss, sondern das Ergebnis eines langen inneren Prozesses und zahlreicher prägender Erfahrungen“, sagt sie. Die gebürtige Budapesterin zog 2017 mit ihrer Familie nach Deutschland. Heute lebt sie in Thannhausen und fühlt sich im Landkreis Günzburg fest verwurzelt. „Diese Region ist für mich nicht nur ein Wohnort, sondern Heimat geworden.“
Ein entscheidendes Erlebnis auf ihrem Weg war ein Schulpraktikum während der elften Klasse an der FOS Krumbach. Im Krankenhaus Krumbach erhielt sie Einblicke in den Klinikalltag und konnte zwei Operationen begleiten. „Diese Erfahrung hat meine Berufswahl endgültig bestätigt“, erzählt sie. Lange Zeit schienen die Studienkosten jedoch ein Hindernis zu sein. „Zwischenzeitlich hatte ich Zweifel, da die Studienkosten für mich zu hoch gewesen wären. Als ich jedoch vom Förderprogramm des Landkreises Günzburg erfuhr, sah ich darin eine neue Möglichkeit, meinen langjährigen Traum verantwortungsvoll zu verwirklichen.“

Der Landkreis Günzburg hat das Medizinstipendium vor zwei Jahren ins Leben gerufen und übernimmt die Studiengebühren in Höhe von derzeit 9.340 Euro pro Semester für die gesamte Dauer des sechsjährigen Studiums. Das Stipendium wird jährlich vergeben. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten, nach Abschluss ihres Studiums mindestens fünf Jahre im Landkreis Günzburg ärztlich tätig zu sein.

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