Auf der Flucht
Das kleine Etwas
- hochgeladen von Nelia G
Eigentlich wollte ich heute nicht nach draußen gehen. Vom Schneefall in der Nacht war nur noch Matschiges übrig geblieben. Dazu war es trüb und neblig. Doch irgend etwas in mir sagte sich, ich könnte etwas verpassen. Vielleicht findet sich ja noch eine verschneite Blüte oder Frostgebilde, die es wert sind, mit der Kamera eingefangen zu werden. Mit flach gehaltenem Optimismus durchstreifte ich daraufhin die Gegend.
Gerade wollte ich meine Suche frustriert aufgeben, als sich etwas im Gestrüpp bewegte. Unter den Pfaffenhütchen blitze noch ein anderes Hütchen von einem Etwas hervor. Es sah aus, als wollte es sich vor mir verstecken. Natürlich plagte mich meine Neugier sehr und ich zückte die Kamera. Als das Etwas merkte, dass es entdeckt worden war, fing es an zu flüchten. Auf teilweise halsbrecherische Art legte es dabei ein ganz schönes Tempo an den Tag und hielt mich tüchtig auf Trapp. Es wurde eine wilde Verfolgungsjagd, die mir wirklich alles abverlangte. Manchmal war ich ganz nah dran, aber eigentlich hatte ich keine Chance und schon fast verloren.
Doch zu seinem Pech und meinem Glück verfing sich das kleine Etwas bei seiner Fluch in einem Gartenzaun und rief um Hilfe. Ich habe dann beherzt zugegriffen und entdeckte dabei, was ich da verfolgt und gerettet hatte: einen kleinen Weihnachtswichtel. Jetzt kam ich mir doch etwas gemein vor, denn Wichtel soll man im Verborgenen lassen. Er nahm es aber gelassen und erlaubte mir, ein Foto zu machen und auch den Bericht hier zu schreiben, damit man weiß, dass es sie gibt, die Weihnachtswichtel. Ich musste ihm dafür versprechen, in Zukunft nie wieder Wichtel zu jagen.
Nun ruht er sich aus auf einem Ast - es war auch für ihn mächtig anstrengend.
Bürgerreporter:in:Nelia G |
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