Die Faschingssitzungen KOL-LA lösen auch 2025 Begeisterung aus
- Ein ganz toller Abend war die Faschingssitzung KOL-LA 2025 in der Stadthalle Gersthofen. Hier der TSV Firnhaberau, der unter dem Motto "Griechische Göttinnen" eine großartige Choreografie darbot.
- hochgeladen von Peter Metzger
Auch in der Saison 2025 boten die Faschingsaktiven der KOL-LA in der Stadthalle Gersthofen wieder ein fulminantes fünfstündiges Programm voller Humor, gekonnten Tanzdarbietungen und guter Stimmung.
KOL-LA steht für die "Kolpingsfamilie Gersthofen" und die Faschingsgesellschaft "Lechana", die gemeinsam seit mittlerweile über 50 Jahren ein hochwertiges Programm in ihren Faschingssitzungen anbieten. Die beiden Spielleiter Julian Poppe und Christian Schmerder waren bereits zum dritten Mal dafür verantwortlich und können somit fast als "alte Hasen" bezeichnet werden. Neben den bewährten Programmpunkten aus den früheren Jahren setzen sie erneut eigene positive Akzente.
Dies zeigte sich schon vor dem eigentlichen Beginn, indem die die Zuschauer vom Trachtenverein und einer Blaskapelle mit Musik und Tanz unter dem Motte "Volksfest im Foyer" begrüßt wurden.
Auch die obligatorischen Ansagen kamen nicht vom Band, sondern wurden charmant und humorvoll von den Mitglieder des Theaters Gersthofen vorgetragen, die mit Bauchläden und als Breake-Dance-Attraktion Personen und Symbole der Gersthofer Kirchweih darstellten.
Dieses Volksfest blieb auch das Thema der nächsten Programmpunkte. So traten die Musiker des Spielmannszugs Gersthofen-Herbertshofen als Bierzeltkapelle auf. Auch das KOL-LA-Männchen Elias Strempfl bezog sich in seiner gekonnt vorgetragenen und witzigen Rede auf das Thema "Gersthofer Kirchweih". Und dann zeigten noch die Mädchen der Lechana und der "Zuckerpuppen" in Tracht einen Volksreigen und bereiteten so dem Sitzungspräsidenten Holger Franz einen würdigen Auftritt.
Unter dem Motto "Monopoly" zeigte die Faschingsgesellschaft Lechana ihr Programm. Es ist eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Show, die den Zuschauer in die Welt dieses Brettspiels entführt. Choreografiert und einstudiert hatte die Nummer die Hofbalettmeisterin und zweite Vorsitzende der Lechana Lisa Eichmayr. Locker und gekonnt führte der neue Hofmarschall Sebastian Pfiffner durch das Lechana-Programm.
Als "Gruß aus der KIKO" traten mehrere Kinder als "Stadträte" auf. In witziger Weise parodierten sie die Lokalprominenz, darunter den zweiten Bürgermeister Reinhold Dempf ("Dempf, gestatten Reinhold Dempf") oder den Stadtrat Christian Miller. Auch Stefan "Bob" Meitinger fand als Festwirt erstmals den Weg auf die Gersthofer Narrenbühne.
Die Turner des TSV Gersthofen zeigten ihre Turnkünste am Kasten und am Pferd vor dem KOL-LA-Publikum. Unter dem Motto "Lucky Luke" wurde ein abwechslungsreiche Geschichte erzählt, gespickt mit gekonnten Turnübungen.
Ina Neis, die in den vergangenen Jahren als "Herr Grantlhuber" gemeinsam mit Christine Ohnesorg sich über die Widrigkeiten einer Ehe lustig machte, kam zunächst alleine und übernahm in diesem Jahr die Rolle des politischen Beobachters. Pointiert und gut gereimt legte sie den Finger in die Wunde der Bundes- und Lokalpolitik.
Die Gersthofer Blasharmoniker sorgten auch in diesem Jahr für einen eindrucksvollen Auftritt. Unter dem Motto "Disney Melodien" trugen sie nicht nur eingängige Melodien aus diesen Filmen vor, sondern untermalten dies auch mit gespielten Auftritten der Hauptfiguren.
"Die Promi(l)enten" nennt sich die folgende Gruppe, bestehend aus ehemaligen Aktiven der Kinder-Faschinngssitzung KIKO. Mit ihrer Parodie eines Friseursalons mit Rudolf Mooshammer als Star sorgten sie für Lacher und gute Laune.
Die Musikschule Gersthofen folgte mit ihrer Version von "Alice im Wunderland". Thematisiert wurde das "Gersthofer Loch", das noch nicht fertig gestellt ist und so den Zorn der Königin hervorrief. Der Gesang und die Musikbegleitung war live, dabei war die Qualität der Darbietungen perfekt.
Wie bereits im Vorjahr übernahmen Lisa Hallmen und Christian Bauer die Rollen von "Augustus und Gerfriedchen". Die beiden nahmen sich als Vertreter der Nachbarstädte gekonnt auf den Arm, so dass sich auch diesmal wieder kurzweilige und humorvolle Dialoge ergaben. Für die Texte zeichnete sich erneut Petra Wölfling verantwortlich.
Das KOL-LA-Ballett setzte das Motto "Sound of Silence" tänzerisch um. In gewohnt hoher Qualität wurde wieder eine Geschichte erzählt, die den Zuschauern hohen Respekt abverlangte.
Richtig viel zu lachen gab es auch in der Sketch-Revue des Theaters Gersthofen. In vielen gut gespielten Einzelszenen wurden Witze vortrefflich und amüsant umgesetzt.
Die Gruppe "Cristallica" wählte in diesem Jahr das Thema "Ägypten". Unterlegt von guter Musik wurden dem Zuschauer auch diesmal wieder eine atemberaubende Mischung aus perfektem Tanz und gekonnter Akrobatik am Vertikaltuch und "Aerial Hoop" (= hängender Stahlring für Artistik) geboten. Verantwortlich für diesen tollen Auftritt zeichneten sich Gabi und Melanie Niggl.
Die "Gersthofer Stadtretter" nahmen nach der Pause unter dem Motto "Wer wird Millionär?" die Gersthofer Lokalpolitik auf die Schippe. Der Bürgermeister, einige Stadträte und Bob Meitinger durften nacheinander auf dem Ratestuhl von Lorenz Reiser als Günther Jauch Platz nehmen und versuchen, den Gersthofer Schuldenstand zu drücken. Dies ging nicht ohne Probleme vor sich, was zu vielen Lachern beim Publikum sorgte.
Ein weiteres Highlight war der Auftritt des Showtanzgruppe des TSV Firnhaberau. Sie setzten unter dem Schlagwort "Griechische Göttinen" das Thema phantasievoll und perfekt in einen Tanz um. Die Mädchen begeisterten die Zuschauer durch einfallsreiche Figuren mit einer intensiven Gesamtwirkung.
Danach trat Christine Ohnesorg als die zweite Hälfte der "Grantlhubers" in die Bütt. Mit einer witzigen gereimten Rede über den von ihr getrennten Ehemann hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Am Ende kam es dann sogar zu einer Versöhnung der Eheleute.
Die Gersthofer Feuerwehrkapelle brachte die Zuschauer wie in den Vorjahren mit schwungvollen Liedern unter dem Motto "Fit für Italien" in Stimmung. Der Gesang kam von Christian Schmerder und Max Ammer.
Eine weiterer fester Programmpunkt sind seit vielen Jahren Reinhold Dempf und Oliver Reiser als "Engel und Teufel". Wie im Vorjahr wurden sie durch Melanie Niggl als "Teufelchen" ergänzt. Das Thema des kurzweiligen Vortrags war ein "Dia-Abend im Seniorenheim", erneut gespickt mit Witz, lokalpolitischen Seitenhieben und einer gehörigen Portion Selbstironie.
Vor dem Finale zeigen noch einmal Max und seine Zuckerpuppen flotten Schuhplattler und Rock`n Roll unter dem Motto "Skandal bei Nacht". Toll getanzt und gut choreografiert entließ es ein begeistertes Publikum in das Finale.
Insgesamt war die KOL-LA 2025 erneut eine humorvolle, kurzweilige und niveauvolle Faschingssitzung, die durchaus das Niveau der bekannten Fernseh-Faschingssitzungen erreicht.
Bürgerreporter:in:Peter Metzger aus Gersthofen |
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