Sie sind wieder da!
Schalke - Sieger der Herzen
- Fanzeichnung : EvL
Eingefärbt mit KI - hochgeladen von Elisabeth van Langen
Sieger der Herzen?
Zumindest der von zigtausenden blau-weißen Fans. Sehr zum Leidwesen der schwarz-gelben Nachbarn. Letztere freuen sich jetzt schon darauf, S04 wieder rauszukicken.
Doch die Knappen sind optimistisch, und das ist auch gut so. Ihr Trainer wird sie schon fit machen, ihren Klassenerhalt mit seiner Art fördern.
Schalke kennt sich mit Niederlagen und Wiederaufstiegen bestens aus. Mir ist ganz besonders der Abstieg von S04 im Juni 1981 im Gedächtnis geblieben.
Dazu gibt es aus eigenem Umfeld folgende Anekdoten:
[i]Mein Vater, zeitlebens ein Schalke-Fan, wollte niemals einen Sticker auf seinem Auto haben. Unter gar keinen Umständen.
Im Sommer 1981 hatten wir in der Verlosung als Trostpreis Sticker von Fußballvereinen. So auch vom S04.
So stieg der S04 also ab, die Fans waren alle traurig. Entfernten sogar teilweise ihre Fahnen und anderes Merchandise. Als ich am darauffolgenden Wochenende wieder an der Verlosung arbeitete, sagte mein Vater, ich solle ihm einen Schalke-Aufkleber mitbringen.
Am Abend überreichte ich ihm den Sticker. Er ging damit seelenruhig in die Garage und klebte diesen auf sein Auto. Natürlich fragte ich ihn: „Was wird das jetzt?“
Seine Antwort war: „Nur wer in schlechten Zeiten zu seinem Verein steht, ist ein echter Fan!“
Beeindruckend! Ausgerechnet er, der nie, nie, nie sein Auto mit einem Sticker verunstalten wollte, er klebte seinen gerade abgestiegenen Verein auf seine „heilige Kuh“.
Ja, so etwas prägt natürlich.
Vor allem aber erzählte er auch gerne die Geschichte vom kleinen Olaf. Dieser war mit seinem Onkel auf einem Campingplatz in der Eifel gewesen und hatte mit seiner „Kunst am Ball“ die Herren der Schöpfung begeistert. Ich soll sogar mit dem kleinen Olaf Fußball gespielt haben. Okay, vermutlich hat der kleine Olaf mir freundlicherweise ab und an den Ball zugespielt.
Die Herren haben zugesehen und dem Olaf eine Fußballerkarriere vorausgesagt. Und so kam es wohl auch. Jahre später sitzt mein Vater vor dem Fernseher, Schalker Mannschaftsaufstellung, mit dabei: Olaf Thon. Vater jubelt und sagt: „Das haben wir alle gewusst, aus dem wird was.“
So zieht sich das Band der Königsblauen durch mein Leben.
Richtig lustig wurde es dann, als mein eigener Sohn Fußball spielen wollte. Mein Vater, also sein Opa, brachte ihm schon frühzeitig die Schalker nahe. War ja klar, was auch anders?
So hatten wir in unserem Wohnort den Verein mit den Farben Rot-Weiß. Naheliegend wäre dazu zu sagen, er tritt in den örtlichen Verein ein, jedoch das wollte er nicht. Er wollte in den anderen Verein, den des Nachbarortes. Und warum? Nicht etwa, weil sein Urgroßvater dort einst ein guter Torhüter gewesen ist. Nein, er wollte dahin, weil man dort im richtigen Trikot spielte. Nämlich Blau-Weiß!
Jetzt ist er selber Vater und wer weiß – die Liebe zum Verein ist vermutlich erblich. Zumindest bleibt S04 im Herzen.[/i]
Bürgerreporter:in:Elisabeth van Langen aus Köln |
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