Cranger Kirmes: 6. bis 16. August 2026
Erstmals wurden die Cranger Kirmestage eingeläutet
- Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda läutete erstmals mit drei Glockenschlägen die Cranger Kirmes ein.
- Foto: homas Kaminski, Auf Crange
- hochgeladen von Heinz Kolb
Mit einer über 100 Jahre alten Glocke – Auch Pferdemarkt, Einzug der Fahnen-abordnungen oder die Kirmesorgel stehen für Nostalgie pur Nostalgie, Tradition, Kult:
Drei Eckpunkte, die in jedem Jahr unverrückbar mit der Cranger Kirmes verbunden sind. In dieser Saisonwurde die Tradition ein wenig verjüngt und der Kultausgebaut – mit dem erstmals viertägigen Pferdemarkt und mit der Premiere der Kirmesglocke.
Kultig ist zur offiziellen Kirmeseröffnung, traditionsgemäß immer am ersten Freitag im August, der Einmarsch der Schaustellervereine aus dem gesamten
Bundesgebiet – von Flensburg bis Passau. Immer am Schluss: die Schaustellervereinigung Herne, am 7. August mit Fahnenträger Marc Lichte. Als er seinen Platz im Cranger Festzelt erreicht hatte, schlug Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), ein neues Cranger Kirmes-Kapitel auf. Er bat Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda auf die Bühne, der die Kirmesglocke mit drei Schlägen bediente und somit erstmals die Cranger Kirmes einläutete. Geschmückt war die über 100 Jahre alte Glocke übrigens mit der ehemaligen Wanne-Eickeler und der neuen Herner Stadtfahne. Großes Lob erntete das Ehepaar Rosi und Wilm Grätsch für „die grandiose Neuinszenierung des Pferdemarkts“, so Frank Dudda. Die traditionelle Veranstaltung, immer am Donnerstag vor der offiziellen Eröffnung, wurde erstmals auf vier Tage ausgedehnt und mit einem Mittelaltermarkt mit Gauk
lern, Zauberern, Musikanten und Händlern sowie spektakulären Ritterspielen verknüpft. Die Betreiber des Reiterhofes „Gut Steinhausen“ nahe des Kirmesplatzes hatten dafür ihr Gelände mit prächtigen Bauten ins Mittelalter versetzt.
Traditionell einen festen Platz auf Crange hat die nostalgische Konzertorgel der Schwerter Schaustellerfamilie Schäfer, erbaut im Jahr 1904, die auch schon auf dem
Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz die Blicke auf sich zog.
Kirmesorgel und glocke, Schaustellerfahnen und Pferdemarkt – nur vier von
vielen Bespielen, warum in diesem Jahr die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland in das bundesweite Verzeichnis „Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen wurde.
Bürgerreporter:in:Heinz Kolb aus Gelsenkirchen |
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