Bewegung hilft gegen den Schmerz
Arthrose macht 26.100 Menschen in Gelsenkirchen zu schaffen

Rund 26.100 AOK-Versicherte leiden in Gelsenkirchen an Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk.  | Foto: Foto: AOK/Colourbox/hfr.
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  • Rund 26.100 AOK-Versicherte leiden in Gelsenkirchen an Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk.
  • Foto: Foto: AOK/Colourbox/hfr.
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Gelsenkirchen, Viele Betroffene möchten ihr schmerzendes Gelenk am liebsten schonen und Schmerzen vermeiden. Doch dauerhaftes Schonen ist meist nicht die richtige Strategie: regelmäßige Bewegung und gezieltes Training können Schmerzen
lindern, die Beweglichkeit verbessern und die Gelenkfunktion möglichst lange
erhalten. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest leiden in
Gelsenkirchen rund 26.100 Menschen an Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk.
Danach wurde im Jahr 2025 bei 8.500 Menschen Anzahl (4,1 Prozent der Bevöl
kerung) die sogenannte Coxarthrose, eine Gelenkerkrankung am Hüftgelenk,
und bei 17.600 Menschen (8,4 Prozent der Bevölkerung) eine Gonarthrose am
Kniegelenk diagnostiziert. Arthrose ist bislang nicht heilbar, aber die Symp
tome lassen sich lindern. „Als sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Behand
lung können Betroffene selbst viel tun: Gezielte Bewegung und ein normales
Körpergewicht helfen, Schmerzen zu lindern und vorzubeugen“, sagt AOK
Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Arthrose wird mit zunehmendem Alter häufiger

Eine schmerzende Hüfte beim Treppensteigen, Probleme beim Knien oder ge
schwollene Fingergelenke, die viele Handgriffe erschweren: Eine Arthrose kann
den Alltag sehr belasten. Meist entwickelt sie sich ab dem 50. Lebensjahr lang
sam und über mehrere Jahre. Zu den charakteristischen Symptomen der Arth
rose gehören Gelenkschmerzen bei Bewegungsbeginn etwa nach längerem Sit
zen. Häufig verstärken sich arthrosebedingte Anlaufschmerzen früher oder
später, wenn die betroffenen Gelenke belastet werden. Bei fortgeschrittener
Arthrose können die Gelenke auch in Ruhe oder nachts schmerzen. Wie stark die
Beschwerden sind, lässt nicht immer darauf schließen, wie stark das Gelenk
verändert ist.

Warum sich der Gelenkknorpel bei manchen Menschen schneller abbaut als bei
anderen, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vermutlich spielen hormonelle Ein
flüsse und erbliche Veranlagungen eine wichtige Rolle, ebenso das zunehmende
Alter.

Verlauf einer Arthrose-Erkrankung

Durch die Veränderungen in den Gelenken und durch schmerzvermeidende
Schon- oder Fehlhaltungen kommt es nicht selten zu Muskelverspannungen, die
weitere Schmerzen verursachen. Der Verlauf einer Arthrose ist von Mensch zu
Mensch unterschiedlich. Beschwerden können über längere Zeit gleichbleiben
oder sich phasenweise verstärken. Bei manchen Betroffenen treten Schübe mit
stärkeren Schmerzen, Schwellungen und eingeschränkter Beweglichkeit auf. Bei
fortgeschrittener Arthrose kann die Beweglichkeit des Gelenks deutlich abnehmen.

Bewegung und gezielter Muskelaufbau helfen

Bei dauerhaften Schmerzen kann eine gelenkersetzende Operation angezeigt
sein. „Eine operative Therapie ist nicht das Mittel der ersten Wahl, manchmal
aber unumgänglich. Verschiedene konservative Therapien wie eine medikamen
töse Behandlung und Physiotherapie können aber helfen, die Beschwerden
deutlich zu lindern“, so Kock. Besonders Bewegung und ein gezielter Muskelauf
bau sind effektive Therapien bei Arthrose. Denn regelmäßige Bewegung beugt
einer weiteren Versteifung und Fehlbelastung vor. Gezieltes Training baut Mus
keln auf, die die Gelenke entlasten können.
Damit Betroffene gemeinsam mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin eine informierte
Entscheidung für oder gegen eine Operation treffen können, bietet das Institut
für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unter
www.gesundheitsinformation.de eine Entscheidungshilfe für Patientinnen und
Patienten mit Kniegelenksarthrose an. Weitere Infos mit Stichwort ‚Bewegung‘
unter www.aok.de.
BU1: Rund 26.100 AOK-Versicherte leiden in Gelsenkirchen an Arthrose im Knie-
oder Hüftgelenk. Foto: AOK/Colourbox/hfr.
BU2: Gezielte Bewegung und ein normales Körpergewicht helfen bei Arthrose,
Schmerzen zu lindern und vorzubeugen. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

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Rund 26.100 AOK-Versicherte leiden in Gelsenkirchen an Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk.  | Foto: Foto: AOK/Colourbox/hfr.
Gezielte Bewegung und ein normales Körpergewicht helfen bei Arthrose, Schmerzen zu lindern und vorzubeugen.  | Foto: Foto: AOK/Colourbox/hfr.
Bürgerreporter:in:

Heinz Kolb aus Gelsenkirchen

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