Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Kein Ticket, dann Angriff auf Beamte - Bundespolizei nimmt Aggressor vorläufig fest
- Foto: Bundespolizei
- hochgeladen von Karl-Heinz Lehnertz
Gelsenkirchen (ots) Am 8. Oktober 2026 nutzte ein Mann den RE 42 ohne Fahrschein. Er kam der Aufforderung, sich auszuweisen, nicht nach. Nach Beleidigung, Bedrohung und einem Fluchtversuch leistete er massiven Widerstand und griff die Bundespolizisten tätlich an und verletzte sie.
Gegen 07:35 Uhr informierte der Zugbegleiter des RE 42 die Bundespolizei in Gelsenkirchen über einen Reisenden ohne gültigen Fahrschein. Der 31-Jährige wurde bereits von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Am Bahnsteig zu Gleis 4 im Gelsenkirchener Hauptbahnhof trafen die Einsatzkräfte den deutschen Staatsbürger an und forderten ihn auf, sich auszuweisen.
Dies verweigerte der Tatverdächtige vehement. Auch nach erfolgter Belehrung machte er keine mündlichen Angaben zu seiner Person. Auch der Aufforderung, die Beamten zur Dienststelle zu begleiten, kam der Wohnungslose nicht nach. Daraufhin ergriffen die Uniformierten ihn an den Armen und führten ihn zur Dienststelle. Auf dem Weg dorthin beleidigte und bedrohte der Mann die Polizisten. Kurz vor Eintreffen in der Dienststelle versuchte der Mann, sich der Maßnahme durch Flucht zu entziehen. Er schlug und trat nach den Polizisten und versuchte, einem der Beamten die Waffe aus dem Holster zu entreißen. Dabei verlor der Beschuldigte einen Gasbrenner.
Er griff nach diesem und versuchte, die Polizisten damit zu verletzen. Gemeinsam mit der zur Unterstützung angeforderten Streife der Polizei Gelsenkirchen brachten die Einsatzkräfte den Mann unter massivem Widerstand zu Boden und fesselten ihn.
Bei der anschließenden Durchsuchung im Gewahrsamsbereich fanden die Polizisten den Personalausweis, sodass die Identität zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Da der bereits der Polizei bekannte Mann über Schmerzen klagte, wurde eine Rettungswagenbesatzung hinzugezogen. Diese stellte keinen Behandlungsbedarf fest. Die zuständige Staatsanwaltschaft Essen lehnte ein beschleunigtes Verfahren ab, sodass der Beschuldigte gegen 14 Uhr entlassen wurde.
Ein Beamter klagte über starke Schmerzen, brach den Dienst ab und suchte einen Arzt auf. Die Bundespolizei sicherte das Videomaterial und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen, Beleidigung, Bedrohung sowie Widerstandes und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.
Bürgerreporter:in:Karl-Heinz Lehnertz aus Bochum |
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