Red-White Glammhogga
Sommerfest stand unter Einfluss eines Spendenaufrufs

Hilferuf „Maya möchte leben“ als Banner beim Sommerfest 2026 | Foto: Red-White Glammhogga
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  • Hilferuf „Maya möchte leben“ als Banner beim Sommerfest 2026
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Landauf, landab fanden Mitte des Jahres Feuerwehrjubiläen statt – so auch in Gablingen – und ganz Deutschland stöhnte unter den tropischen Temperaturen. Auch der Bayern-Fanclub „Red-White Glammhogga“ legte den Termin für sein Sommerfest, der lange vorher geplant war, in diese Zeit, verschob jedoch den Beginn wegen überdurchschnittlich hoher Wärmegrade um eineinhalb Stunden nach hinten, um der Mittagshitze etwas zu entgehen.

Tags zuvor rettete Deniz Undav mit einem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste den Sieg, jedoch konnte auch er das vorzeitige Ausscheiden bei der WM nicht verhindern. Für die musikalische Umrahmung beim Fest der „Roten“ sorgte Bene (Frontsänger der vom Plärrer bekannten Partyband „Leck O’ Mio“), der unter anderem mit einem neuen Song aufhorchen ließ und mit seiner Band bereits beim 150-jährigen Feuerwehrjubiläum von Gablingen das Zelt zum Beben gebracht hatte. Musik zum Mitsingen wurde den zahlreichen Besuchern geboten und sorgte für Begeisterung bei Groß und Klein.

Als Einlage boten 14 Tanzgirls der Gruppe „We all Fight“ aus Nordendorf ihr einstudiertes Programm dem tobenden Publikum dar. Für die Kinder standen eine Hüpfburg, ein Mini-Pool, eine Torwand und Wassersprenger zur Verfügung, und natürlich gab es auch Eis.

Kulinarische Köstlichkeiten wurden am Abend von Jürgen – „dem roten Wirt aus Gersthofen“ – mit seinem Team angeboten. Auch Bürgermeisterin Karin Ruf erwies dem Fanclub zusammen mit ihrem Mann die Ehre. Bedauerlicherweise waren nicht alle angemeldeten Mitglieder erschienen; einige zogen wohl den Badesee vor. Das wirkte sich jedoch zwangsläufig auf die Menge der bestellten Essen aus und löste damit zusätzliche Kosten für den Fanclub aus.

Nur Tage zuvor wurde der „Bayern-Rudi“, Ehrenpräsident des Fanclubs, mit einer Bitte um Unterstützung für Maya überrascht. Das elfjährige Mädchen hat Krebs und wurde im Vorfeld öfter von ihm auf der Station besucht; noch am 2. Mai war sie bei der Kinderfahrt des Fanclubs in die Allianz Arena dabei. Der Zustand des Mädchens hat sich jedoch verschlechtert, sodass eine komplizierte Weiterbehandlung nur in Italien möglich ist. Die enormen Kosten wurden jedoch laut Auskunft der Eltern von der zuständigen Krankenkasse in Deutschland abgelehnt – daher der Hilferuf der Eltern, unter anderem auch an den Fanclub, der seit über 20 Jahren krebskranke Kinder der Uniklinik Augsburg betreut und dabei auch die Geschwisterkinder nicht vergisst.

Mit einem großen Banner beim Sommerfest machte Präsident Manuel Tausend deshalb umgehend auf das Schicksal des kleinen Mädchens aufmerksam, um mit dem Hilferuf eine möglichst große Reichweite zu erzielen und weitere Unterstützer zu gewinnen. Sowohl ein Mitglied des befreundeten Fanclubs „D’ Wildschütz“, Lisa Dichtl, übergab den Erlös des Kindergartens ZUS – Zwischen Wald und See – vom eigenen Sommerfest über 800,– €, als auch Irene Erdhofer, die statt Geburtstagsgeschenken zu ihrem 90. Wiegenfest Geldspenden sammelte, trug sich sofort in die Spenderliste für Maya ein.

Manuela und Frank (S04) Bindemann überreichten einen gehäkelten VW-Bully mit Beleuchtung zur weiteren Versteigerung, und auch Bene, der Musiker, verzichtete auf einen Teil seiner Gage. Bereits im Frühjahr unterstützte die Feuerwehr Batzenhofen das soziale Engagement des Fanclubs mit 800,– €. Mittlerweile hat sich eine stattliche Summe an Einzelspenden ergeben, die von den „Glammhogga“ noch großzügig aufgerundet und den Eltern der kranken Maya übergeben wird.

So wurde aus dem Sommerfest eine „Spendengala“ oder ein „Ein-Herz-für-Kinder-Fest“. Diese Aktion verändert nicht die ganze Welt, aber sie verändert die Welt eines Kindes. Sie wäre jedoch ohne das Engagement der vielen Unterstützer nicht möglich. Vielen, vielen Dank allen Spendern für diese großzügige Anteilnahme!

Sommerliche Temperaturen, gute Stimmung und große Herzen könnte man als Fazit des diesjährigen Sommerfestes ziehen. Das außergewöhnliche Engagement des Fanclubs zeigt eindrucksvoll, wie sportliche Leidenschaft und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können.

(Text: Rudi Tausend)

Hilferuf „Maya möchte leben“ als Banner beim Sommerfest 2026 | Foto: Red-White Glammhogga
„Sierra Madre del Sur“ gemeinsam zum Abschluss eines tollen Tages. | Foto: Red-White Glammhogga
Bürgerreporter:in:

Florian Handl aus Augsburg

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