Danke Papst Franziskus
Würdigung in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh.
- hochgeladen von P. Hans-Joachim Winkens SAC
Danke Papst Franziskus.
Wallfahrtsdirektor Pater Hans-Joachim Winkens würdigt den verstorbenen Papst in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh.
Am Ostermontag, dem 21. April 2025, ist Papst Franziskus um 7.35 Uhr trotz schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren für sehr viele überraschend gestorben. Hatte er doch am Ostersonntag noch persönlich den Segen „urbi et orbi“ von der Loggia des Petersdoms gespendet. Anschließend fuhr er zur Freude der zahlreichen Osterpilger mit dem Papamobil über den Petersplatz.
Der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio wurde am 13. März 2013 zum Papst gewählt, nachdem Papst Benedikt XVI. überraschend zurückgetreten war. Viele sagen, dass er schon im vorhergehenden Konklave papabile gewesen war. Mit einem bescheidenen „Guten Abend, liebe Schwestern und Brüder“ trat er nach der Wahl durch die Kardinäle auf die Loggia. Habemus papam. Wer war der neue Pontifex, den die Herren Kardinäle vom Rande der Welt in den Vatikan geholt hatten? Er nannte sich Franziskus, das gab es erstmalig in der Papstgeschichte. Als Jesuit und Erzbischof von Buenos Aires kannte er die Armen aus seiner Pastoral und Seelsorge. Der Papstname war also Programm. Er ging als Papst an die Ränder. Die erste Reise führte ihn auf die Insel Lampedusa. Franziskus machte so auf das unermessliche Leid und oft auf den grausamen Tod so vieler Flüchtlinge aufmerksam. Der neue Stil des Papsttums war Haltung: einfache Kleidung, kein großer Pomp, Besuche in Slums und Gefängnissen, Arme und Obdachlose bekamen Zugänge, Unterkunft und Hilfe im Vatikan. Franziskus besuchte auf seinen vielen Reisen weniger die großen politischen oder kirchlichen Zentralen dieser Welt. Er ging an die Ränder. Mit seinen Kardinalsernennungen verprellte er manche Bischöfe, die bisher Ehrentitel gewohnt waren und überraschte unbedeutende Bischofssitze damit. Franziskus predigte einen barmherzigen Gott, nicht zuletzt durch das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit in 2015/2016. Das jetzige reguläre Heilige Jahr lässt uns als Pilger der Hoffnung unterwegs sein. Franziskus predigte den Frieden und versuchte auch im ungerechten Ukrainekrieg oder im Konflikt im Gazastreifen persönlich oder durch päpstliche Delegaten zu vermitteln. Franziskus veränderte die Kurie, förderte die Synodalität in der Kirche, machte aufmerksam auf die Gefährdung der ganzen Schöpfung durch die Klimaveränderungen in der Welt. Er predigte auch die grenzenlose Liebe Gottes zu allen Menschen, zur ganzen Menschheitsfamilie. In seiner letzten Enzyklika mit dem Titel „Dilexit nos - Er hat uns geliebt“, die von der Herz-Jesu-Verehrung handelt, beschreibt der Papst diese Liebe Gottes zu allen Menschen. Deshalb wird auch in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh zu Friedberg in Bayern der Gedenkgottesdienst für Papst Franziskus am nächsten Herz-Jesu-Freitag, dem 2. Mai 2025 um 18.30 Uhr gefeiert.
(Bei Pilgerreisen nach Rom sind zwei Fotos vom Papst entstanden.)
Bürgerreporter:in:P. Hans-Joachim Winkens SAC aus Friedberg |
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