Cantus-Chor sang in der Wallfahrtskirche
Die Sängerinnen aus Bachern gestalteten Hochamt in Herrgottsruh

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Cantus-Chor in der Wallfahrtskirche.
Die Sängerinnen aus Bachern gestalteten Hochamt in Herrgottsruh.

Der Cantus-Chor aus Bachern gestaltete am Sonntag, dem 12. Juli, musikalisch das Hochamt in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh. Der Frauenchor, bestehend aus gut zwanzig engagierten Frauen, der schon vor 41 Jahren gegründet wurde, steht unter der kompetenten musikalischen Leitung von Maria Wunder. Frau Wunder begleitete den Chor während der Messe persönlich am E-Piano, andere Damen spielten weitere Instrumente. Mit modernen geistlichen Liedern, die weitgehend in Deutsch vorgetragen wurden, kamen auch sehr nachdenkliche Inhalte zum Vortrag. Waren das „Sing Gloria dir“ von Kathi Stimmer und das „Lamm Gottes“ von Norbert Becker rein liturgische Gesänge, so kamen unter anderem mit dem „Adiemus“ von Karl Jenkins oder dem „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay auch ganz andere und moderne Inhalte zum Vortrag. Bei allen Liedvorträgen kamen stets die Begeisterung und die Freude der Sängerinnen zum Ausdruck und übertrug sich auf die ganze Gottesdienstgemeinde.

Jedenfalls konnte Wallfahrtsdirektor Pater Hans-Joachim Winkens die Bibeltexte des 15. Sonntag im Jahreskreis auch ganz aktuell in den heutigen kirchlichen und weltlichen Kontext stellen. Das bekannte Gleichnis vom Sämann kam als Evangelium zum Vortrag und lud nach Pater Winkens gut ein mal darüber nachzudenken, wo in uns persönlich das Wort Gottes uns trifft. Wo hören wir als Christen den göttlichen Impuls und ändern unser Leben im Hinblick auf die Gebote Gottes, die Nächstenliebe und die Feindesliebe? Warum führen Christen gegeneinander Kriege? Ist hier die Frage. Was ist von dem neuen Kirchenschisma durch die Piusbrüder zu halten, die sich durch die unerlaubten Bischofsweihen offen in den Widerspruch zum Papst und zur kirchlichen Lehre stellen? Selbst der deutliche „Klimawandel“ hatte durch die alttestamentliche Lesung aus dem Buch Jesaja über den gestörten Kreislauf von Regen und Schnee und dem fruchtbaren Wachstum einen biblischen Hintergrund.
So weckte der Gottesdienst in den Herzen der Gläubigen zugleich Freude und große Nachdenklichkeit. Froh und beseelt ging man nach dem Gottesdienst nach Hause. Viele blieben aber noch vor Ort, um sich im Gespräch über den Gesang und den Gottesdienst in der Wallfahrtskirche auszutauschen.

Bürgerreporter:in:

P. Hans-Joachim Winkens SAC aus Friedberg

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