Katholische Kirche
Zwei bewegende Glaubenswege in der Herz-Jesu-Kirche Neumühl
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Bewegende Glaubensmomente in Neumühl
Karin kehrt in die katholische Kirche zurück – Sebastian wird katholisch und empfängt Firmung und Kommunion
Duisburg-Neumühl. Während viele Schlagzeilen derzeit von Kirchenaustritten und Glaubensverlust handeln, wurden in der Herz-Jesu-Kirche Neumühl am Wochenende zwei ganz andere Geschichten geschrieben – Geschichten voller Hoffnung, Sehnsucht und persönlichem Glauben.
Am Samstag wurde Karin wieder in die katholische Kirche aufgenommen. Einen Tag später empfing Sebastian nach dem feierlichen Hochamt die Aufnahme in die katholische Kirche sowie die Sakramente der Firmung und der Heiligen Kommunion.
Für viele Gottesdienstbesucher waren es tief bewegende Momente.
Besonders still wurde es in der Kirche, als Karin ihr bewusstes Ja zum Glauben sprach. Nach Jahren der Distanz hatte sie sich entschieden, wieder in die katholische Kirche zurückzukehren.
"Der Glaube hat mich innerlich nie ganz losgelassen. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir etwas fehlt. Jetzt fühlt es sich wie Heimkommen an", sagte Karin sichtlich bewegt nach der Feier.
Auch die Aufnahme von Sebastian am Sonntag berührte zahlreiche Menschen in der voll besetzten Kirche. Nach dem Hochamt trat er bewusst vor die Gemeinde und bekannte öffentlich seinen Glauben. Anschließend empfing er die Firmung und zum ersten Mal die Heilige Kommunion.
"Ich habe gespürt, dass Gott mich ruft. Viele Gespräche, viele Gedanken und Erfahrungen haben mich zu diesem Schritt geführt. Heute fühlt sich mein Herz ruhig und angekommen an", sagte Sebastian nach dem Gottesdienst.
Pater Tobias Breer sprach von "starken Hoffnungszeichen für Kirche und Gesellschaft".
"Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nur noch kritisch auf Kirche schauen, sind solche Glaubenswege unglaublich bewegend. Hinter diesen Entscheidungen stehen oft intensive Lebensgeschichten, Fragen, Sehnsucht und die Suche nach Halt und Sinn. Es tut gut zu erleben, dass Menschen auch heute bewusst Ja zum Glauben sagen", erklärte Pater Tobias.
Gottesdienstbesucher blieben nach den Feiern noch in der Kirche stehen, gratulierten den beiden und kamen miteinander ins Gespräch. Immer wieder war zu hören, wie sehr die persönlichen Glaubenszeugnisse berührt hätten.
Die beiden Feiern machten deutlich: Glaube ist für viele Menschen auch heute keine bloße Tradition, sondern etwas zutiefst Persönliches - eine Kraftquelle, die Hoffnung schenken und Leben verändern kann.
Bürgerreporter:in:Pater Tobias Breer |
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