Kunstausstellung
Kapoor bei Lehmbruck

Die Ausstellung „Anish Kapoor Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland“ ist derzeit in dem prominenten Duisburger Museum zu sehen.

„Anish Kapoor zählt zu den visionärsten Bildhauern unserer Zeit. Die Ausstellung (…) ist die umfangreichste in Deutschland seit über einem Jahrzehnt. Von teifschwarzen Pigmentarbeiten über kinetische Wachsinstallationen bis zu monumentalen Spiegelskulpturen erweitert die Ausstellung die Grenzen des Sichtbaren,“ berichtet das Museum in einer Handreichung.

Ist das Interesse geweckt? Ja? Sehr schön. Dann machen wir uns auf in das Museum.

Mobilitätseingeschränkte Besuchswillige sollten berücksichtigen, daß die Ausstellung nicht barrierefrei ist – über das ganze Museumsgebäude verteilt (Glashalle, Lehmbruck-Trakt, Souterrain, Anbau), gilt es längere Treppen zu steigen, längere Zeit zu stehen und Entfernungen zurückzulegen. Wer schlecht zu Fuß ist, dem fällt das schwer.

Kapoor ist Inder. Er wurde 1954 in Bombay (heute: Mumbay) geboren und hat in den 1970er Jahren in London Kunst studiert. Er gilt heute dem Lehmbruck-Museum zufolge „als einer der führenden Vertreter der New British Sculpture“. Kapoor hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen. 2013 wurde er zum Ritter geschlagen.

Im Souterrain gibt es ein kleines Kino. Dort führen bewegte Bilder in das Werk des Bildhauers ein. Dort sollte sich der Besucher die Zeit nehmen, sich ein wenig aufzuhalten und Raum und Kunst auf sich wirken zu lassen. Es gibt schließlich nicht nur die Kunstwerke zu bewundern. Im Gegensatz zu vielen schrillen, farbigen Positionen zeitgenössischer Künstler wirken Kapoors Werke fast schon dezent und unauffällig.

„Irgendwie hat der Kurator schlechte Arbeit geleistet. Es ist so leer hier,“ meint der Besucher an einigen Stellen. Und merkt erst bei der Lektüre der Begleitliteratur, daß Raum und Farbe Teil der künstlerischen Ausdrucksform Kapoors sind.

„Weiß ist bei Kapoor mehr als eine Farbe – es ist der Ausdruck von Leere, unendlichem Potenzial und immaterieller Präsenz,“ beschreibt das Museum diesen „unsichtbaren“ Teil der Ausstellung. Da paßt es eigentlich ganz gut, daß der Anbaubereich eh´ schon in weiß gehalten ist.

Ein Ausstellungskatalog ist zwar angekündigt, liegt aber noch nicht vor. Das Begleitprogramm kann vor Ort erfragt werden. Ist der Besucher vor Ort, kann er ja auch gleich die übrige Kunst bestaunen und beispielsweise an einer Führung teilnehmen.

Bürgerreporter:in:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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