Das gibt es nur in Köln
Kolumba: Kirche, Kapelle, Museum

"Dem Himmel so nah" , Fenster im Diözesanmuseum "Kolumba".
 | Foto: copyright Margot Klütsch
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  • "Dem Himmel so nah" , Fenster im Diözesanmuseum "Kolumba".
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Das heilige Köln
So wurde die von den Römern gegründete Stadt am Rhein schon im frühen Mittelalter genannt. Spuren von weit mehr als 1000 Jahren Kirchengeschichte finden sich überall. Heute gilt die Millionen-Metropole als besonders weltoffen und tolerant.

Von der Kirche zum Museum
Eine Kirche, eine Kapelle und ein Museum unter einem Dach: So lautete die nicht gerade bescheidene Aufgabenbeschreibung für den Neubau des Diözesanmuseums in Köln. Dem Schweizer Architekten Peter Zumthor gelang das Kunststück, die Ruinen der romanisch-gotischen Kirche St. Kolumba, die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde, sowie die 1947/50 von Gottfried Böhm errichtete Kapelle "Maria in den Trümmern" und die Salkramentskapelle in das markante Museumsgebäude zu integrieren.  Besonders beeindruckend ist die Einbeziehung des archäologischen Grabungsfelds im Erdgeschoss des Museums. 2007 fand die Eröffnung statt.

Marienkapelle
"Wie durch ein Wunder" (wir sind in Köln!) blieb die spätgotische Marienstatue (um 1460/80) im Krieg intakt. Für sie schuf Gottfried Böhm in den Trümmern von St. Kolumba die 1950 geweihte Marienkapelle. Schnell wurde sie - und ist es bis heute - zu einem Andachtsraum. 1957 kam als Erweiterung die Sakramentskapelle hinzu. Hochkarätige Ausstattungsstücke von Künstlern wie Johan Thorn Prikker, Georg Meistermann, Ludwig Gies und Ewald Mataré sind in den Kapellenräumen zu sehen. Sie werden von dem Museumsneubau vollkommen ummantelt, haben aber einen eigenen Zugang. 
 
Museum Kolumba
Peter Zumthor entwarf für das Diözesanmuseum einen klaren kubischen Baukörper aus hellgrauem Ziegelstein. In schnörkellosen Räumen unterschiedlicher Größe werden die Objekte großzügig, konzentriert und ohne Begleittext präsentiert - gleichsam der Gegenentwurf zum Event-Charakter mancher Museums-Präsentationen heutzutage. Besonders beeindruckend ist die Einbeziehung des archäologischen Grabungsfelds im Erdgeschoss des Museums.

Extras
Natürlich hat Zumthor es sich nicht nehmen lassen, durch großzügige Fenster im Museum den Blick nach draußen - und das heißt in Köln natürlich auch auf den Dom - zu ermöglichen. In den Baukörper eingeschnittene Fenster holen den Himmel gleichsam ins Erzbischöfliche Museum. Die schmalen Luftschlitze, die die schlichten Außenwände strukturieren, schaffen im Bereich der Ausgrabungen eine fast mystische Atmosphäre.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich nach Köln zum Museum Kolumba begleitet.

Bürgerreporter:in:

Margot Klütsch aus Düsseldorf

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