Verkehrssünder in Düsseldorf
Bei der Sonderaktion der Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes wurden in den beiden Wochen nach den Sommerferien 2.745 (2025: 2.397) Temposünder an Schulen festgestellt. Sie alle wurden von den fünf Messfahrzeugen und zwei eingesetzten Überwachungsanhängern geblitzt, weil sie in Tempo-30-Zonen und auf Durchgangsstraßen an und vor Schulen zu schnell unterwegs waren.
Die Konsequenz: 2.499 (2025: 2.171) Verwarnungs- und 246 (2025: 226) Bußgelder wurden verhängt. In einem Fall (2025: 7) droht zudem ein Fahrverbot. Insgesamt wurden im Zeitraum 100.308 (2025: 102.019) Fahrzeuge kontrolliert.
Den gravierendsten Verstoß in einer Tempo-30-Zone verursachte ein Fahrer, der auf der Hamborner Straße mit 65 Stundenkilometern unterwegs war. Hier muss der Fahrzeugführer mit 260 Euro Bußgeld, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten im Verkehrszentralregister rechnen. Bei den Durchgangsstraßen wurde die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Vennhauser Allee mit 74 Stundenkilometern gemessen. Dort sind 50 Stundenkilometer erlaubt. Hier werden 115 Euro Bußgeld sowie ein Punkt fällig.
Obwohl auch die verstärkte Kontrolle der Haltverbote vor den Schulen, die ebenfalls dem Schutz der Kinder dienen, im Vorfeld umfassend angekündigt worden war, erfasste die Verkehrsüberwachung auch hier zahlreiche Verkehrssünder. Die Zahl der Falschparker summiert sich auf 1.807 (2025: 1.749). In 39 (2025: 49) Fällen musste sogar der Abschleppwagen anrücken.
Unter den Falschparkern waren viele so genannte "Eltern-Taxis": Eltern, die zum Absetzen ihrer Kinder, im Haltverbot anhielten und damit eine große Gefahrenquelle für andere Kinder verursachten. Daneben wurden insbesondere Verwarnungen an rücksichtslose Geh- und Radwegparker sowie Autofahrer, die zu dicht an Kreuzungen und Einmündungen parkten (Fünf-Meter-Regel) erteilt. Sie verhinderten dadurch die Sicht auf Kinder, die die Straße überqueren wollten.
Hintergrund: Sonderaktion
Besonders in den ersten beiden Wochen nach Schulbeginn besteht ein erhöhtes Unfallrisiko, da viele Kinder erstmals aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Überhöhte Geschwindigkeit von Autofahrern ist eine wesentliche Ursache für die bundesweit registrierten Unfälle mit Kinderbeteiligung. Aus diesem Grund überwacht die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes seit 1995 regelmäßig die Geschwindigkeit und Haltverbote rund um die Schulen in Düsseldorf zu Beginn eines neuen Schuljahres.
Diese Nachricht stammt von der Pressestelle der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.