Wenn der Schuh drückt, liegt das nicht immer am Schuh

Homan Rafiee-Tary, Leitender Oberarzt der Unfall- und orthopädischen Chirurgie der Wertachkliniken und zertifizierter Fußchirurg
  • Homan Rafiee-Tary, Leitender Oberarzt der Unfall- und orthopädischen Chirurgie der Wertachkliniken und zertifizierter Fußchirurg
  • hochgeladen von Doris Wiedemann

Es gibt auch sehr schmerzhafte Fußprobleme. Ballenzehe, Hammerzehen und Fersensporn sind beispielsweise häufige orthopädische Probleme an den Füßen. Zur Vorbeugung werden gut passende, bequeme Schuhe und häufiges Barfußgehen empfohlen. Aber was ist, wenn das nicht oder nicht mehr hilft?

Homan Rafiee-Tary ist Leitender Oberarzt der Unfall- und orthopädischen Chirurgie der Wertachkliniken und zertifizierter Fußchirurg. „Oft, und gerade am Anfang, helfen beispielsweise Einlagen, Fußpolster und Gymnastik. Aber es gibt auch Fälle, in denen man um eine Operation nicht herumkommt“, sagt er.

Grundsätzlich unterscheidet man erworbene und angeborene Fehlstellungen. Durch die Korrektur einer angeborenen Fehlstellung lassen sich unter Umständen Folgeschäden vermeiden, daher sollte die entsprechende Diagnose möglichst früh gestellt werden. Erworbene Fehlstellungen entstehen meist durch Fehlbelastungen, beispielsweise durch das Tragen von engen Schuhen mit hohen Absätzen. Sie können aber auch konstitutionsbedingt sein, durch ein schwaches Bindegewebe und/oder eine schwache Muskulatur in Füßen und Waden.

Daher ist für eine Diagnose die Erhebung der Anamnese, also das Gespräch über die Vorgeschichte, wichtig. Darüber hinaus sind bildgebende Untersuchungen unerlässlich. Eine Röntgenaufnahme des Fußes unter Belastung, im Stehen und in mehreren Ebenen, stellt die knöchernen Strukturen des Fußskeletts und deren Beziehung zueinander dar. Dabei werden Gelenkfehlstellungen, Knochendeformitäten und Verknöcherungen der Weichteile sichtbar. Dagegen werden Bänder, Sehnen, Muskeln und Knorpelflächen mit einer Ultraschall- oder MRT-Untersuchung besser dargestellt.

„In jeden Fall sollte man sich gründlich untersuchen lassen, weil die moderne Medizin für viele Fußprobleme zufriedenstellende Lösungen bereithält“, rät Fußspezialist Rafiee-Tary.

Der am 9. Februar in Bobingen geplante Vortrag 'Wenn der Schuh drückt’ musste leider wegen Corona abgesagt werden, und am Telefon lassen sich orthopädische Problemstellungen schwer besprechen. Daher bietet der Leitende Oberarzt der Orthopädie- und Unfallchirurgie der Wertachkliniken, Fußspezialist Homan Rafiee-Tary bis auf weiteres zusätzlich zur üblichen Fußsprechstunde am Dienstag von 9.00 bis 13.00 Uhr noch eine weitere Sprechstunde am Montag von 13:30 bis 15:00 Uhr an.
Terminvereinbarung bitte telefonisch unter der Telefonnummer 08234 81 310.

Bürgerreporter:in:

Doris Wiedemann aus Schwabmünchen

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