Medizinische Vortragsreihe der Wertachkliniken
Hämorrhoiden? – Oder ist es doch etwas anderes?
- Beschwerden im Analbereich, zum Beispiel Jucken, Nässen, Brennen und Blutungen, treten sehr häufig auf und sind meist gut behandelbar. Deshalb sollte man ohne Scham zum Arzt gehen. Weil nicht immer Hämorrhoiden die Ursache der Beschwerden sind. Dr. Eisenbach, Leitende Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Wertachklinik Schwabmünchen, informiert am 17. Juni um 19.30 Uhr in der Singoldhalle Bobingen, Willi-Ohlendorf-Weg 1, über verschiedene Erkrankungen im Analbereich und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.
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Beschwerden im Analbereich, beispielsweise Jucken, Nässen, Brennen und Blutungen, sind sehr belastend. Aber sie sind meist auch gut behandelbar. „Entscheidend ist, Warnzeichen ernst zu nehmen und Beschwerden ärztlich abklären zu lassen“, sagt Dr. Joanna Eisenbach, Leitende Oberärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Wertachklinik Schwabmünchen.
Gut behandelbar
Die wohl bekannteste Ursache für Beschwerden im Analbereich sind vergrößerte Hämorrhoiden. Aber sie sind keineswegs die häufigste Ursache. Analfissuren, das sind kleine Risse in der Schleimhaut am After, können ebenso unangenehme Symptome verursachen. Und gibt viele andere gutartige Erkrankungen, die nach einer entsprechenden Diagnose gut auf eine konservative Therapie ansprechen.
Lebensstil anpassen
Manchmal ist ein kleiner operativer Eingriff zur Behandlung von Anal-Beschwerden notwendig. In zahlreichen anderen Fällen reicht es, die Ernährung und den Lebensstil ein wenig anzupassen, um einen weichen, gut formbaren Stuhlgang zu bekommen, der weniger Schmerzen bereitet.
Einfache Reinigung
Übertriebene oder falsche Hygienegewohnheiten können wiederum die Beschwerden verstärken, beispielsweise durch parfümierte Feuchttücher und Reinigungsmittel. Dr. Eisenbach empfiehlt daher eine einfache Reinigung mit Wasser oder weichem Toilettenpapier und sanftes Trocknen.
Schwerwiegende Erkrankungen
Allerdings gibt es auch schwerwiegendere Erkrankungen, die unbedingt medizinisch abgeklärt werden sollten. Bei wiederkehrenden Blutungen, Schmerzen, tastbaren Knoten, Gewichtsverlust, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und anhaltenden Beschwerden sollte man auf jeden Fall zum Hausarzt oder zur Hausärztin und gegebenenfalls auch zu den entsprechenden Fachärzt:innen der Proktologie gehen.
Mehr Informationen
Leider verschieben viele Betroffene einen Arztbesuch aus Scham, oder weil sie denken, dass es „nur“ Hämorrhoiden seien. Aus diesem Grund werden immer wieder bösartige Erkrankungen, etwa Enddarm- oder Mastdarmkrebs, erst sehr spät erkannt. Deshalb informiert Dr. Eisenbach am 17. Juni um 19.30 Uhr in der Singoldhalle in Bobingen, Willi-Ohlendorf-Weg 1, über die häufigsten Erkrankungen im Analbereich, ihre Symptome und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten.
Der Eintritt ist frei, aber der Förderverein der Wertachklinik Bobingen freut sich über eine Spende.
Bürgerreporter:in:Doris Wiedemann aus Schwabmünchen |
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