Smart Country Convention in Berlin
Digitalminister Mehring auf der Smart Country Convention in Berlin

Foto: Staatsministerium für Digitales
  • Foto: Staatsministerium für Digitales
  • hochgeladen von Team Fabi

Minister Dr. Mehring: „Weniger Papierkrieg, mehr digitale Power!“

Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring tritt am Mittwoch auf der Smart Country Convention (SCCON) in Berlin auf. Die Messe zählt zu den wichtigsten europäischen Treffpunkten für die Digitalisierung von Staat und Verwaltung. Hier kommen Politik, Kommunen, Digitalwirtschaft, Start-ups und Wissenschaft zusammen, um an den Lösungen für den Staat von morgen zu arbeiten.

Auf Mehrings Programm stehen ein VIP-Rundgang, ein Austausch mit den Digitalministerinnen und Digitalministern der anderen Bundesländer sowie eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zur Digitalisierung im föderalen Vergleich. Gemeinsam mit seiner Delegation besucht der Minister zudem zahlreiche Messestände bayerischer Unternehmen, um sich über innovative Technologien und neue GovTech-Lösungen auszutauschen. Weitere Stationen sind das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) sowie die Repräsentanz des GovTech Deutschland, wo Mehring sprechen wird.

Bayern macht Verwaltung digital
Bayern setzt bei der Verwaltungsdigitalisierung auf Tempo, Praxistauglichkeit und Lösungen, die möglichst vielen Kommunen zugutekommen. Mit den BayernPackages stellt der Freistaat standardisierte digitale Verwaltungsleistungen bereit, die Städte und Gemeinden unkompliziert übernehmen können. Mit der Fördermanagement-Plattform im Rahmen des Projekts FAZID entwickelt Bayern derzeit zudem eine der modernsten souveränen Verwaltungsplattformen Deutschlands, über die das bayerische Förderwesen künftig weitgehend automatisiert und vollständig digital abgewickelt werden soll. Auch im Rahmen der Nationalen Digitaloffensive arbeitet Bayern mit dem Bund daran, erfolgreiche Anwendungen schneller in die Fläche zu bringen.

Digitalminister Mehring erklärt:
„Die Zukunft der Verwaltung entsteht nicht in der Warteschlange vor dem Amt, sondern in den Köpfen derer, die den Staat neu denken. Bayern zeigt, wie das geht: Wir bringen digitale Lösungen aus den Innovationslaboren in die Rathäuser und machen aus technischem Fortschritt echten Bürgerservice. Mit unseren BayernPackages gilt: einmal clever entwickeln, hundertfach profitieren. Denn nicht jedes Rathaus muss das digitale Rad neu erfinden. Unser Ziel ist ein Staat, der so einfach funktioniert wie eine gute App: intuitiv, schnell und rund um die Uhr erreichbar. Weniger Papierkrieg, mehr digitale Power – das ist unser Anspruch für die Verwaltung von morgen.“

Smart City made in Bavaria
Dass Bayern auch bei intelligenten Städten und Regionen vorne mitspielt, zeigt der aktuelle Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom. München belegt bundesweit Platz zwei, Nürnberg verbessert sich auf Platz vier. Damit kommen zwei der fünf digitalsten deutschen Großstädte aus dem Freistaat.
Doch smarte Kommunen sind längst kein Privileg großer Metropolen. Mit gezielten Förderprogrammen bringt das Bayerische Digitalministerium innovative Technologien auch in kleinere Städte und Gemeinden.
Im Rahmen von „TwinBy – Digitale Zwillinge für Bayern“ wurden 17 kommunale Vorhaben unterstützt. Sie nutzen datenbasierte digitale Abbilder ihrer Städte und Gemeinden, um beispielsweise Hochwasserrisiken besser einzuschätzen, Verkehrsströme intelligent zu steuern oder Energie effizienter einzusetzen.
Auch der Ideenwettbewerb „Kommunal?Digital!“ liefert konkrete Ergebnisse. Zehn bayerische Kommunen entwickelten mit einer Förderung von insgesamt über vier Millionen Euro innovative Lösungen für mehr Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Bürgerbeteiligung. Die erfolgreichen Modellprojekte werden für die Nachnutzung durch andere Kommunen aufbereitet.
Mit der neuen Plattform twin.bydata arbeitet der Freistaat zudem daran, kommunale Innovationen künftig noch leichter auffindbar und übertragbar zu machen.

Mehring betont:
„Smart City ist keine Science-Fiction für Großstädte, sondern Zukunft zum Anfassen – vom Dorfplatz bis zur Metropole. Wenn digitale Zwillinge vor Hochwasser schützen, smarte Sensoren Energie sparen und intelligente Daten den Verkehr verbessern, wird Technologie zum echten Gewinn für die Menschen. Genau das zeigen wir mit TwinBy und Kommunal?Digital! in ganz Bayern. Unser Anspruch ist klar: Aus digitalen Leuchttürmen muss ein Lichtermeer werden. Gute Ideen dürfen nicht an Stadtgrenzen enden. Wir wollen sie vervielfältigen, statt sie immer wieder neu zu erfinden.“

Digitale Souveränität statt Abhängigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt des Messebesuchs ist die technologische Unabhängigkeit der öffentlichen Verwaltung. Mit dem Erprobungsprojekt „SovereignIT“ geht das Bayerische Digitalministerium selbst voran: Bis Ende März 2027 sollen 20 Prozent der Beschäftigten im Ministerium ihre tägliche Arbeit ausschließlich mit einer neuen, digital souveränen Arbeitsplatzsoftware erledigen.
Bei seinem Besuch am ZenDiS-Stand und beim GovTech Campus Deutschland steht deshalb die Frage im Mittelpunkt, wie Staat, Wirtschaft und Technologieunternehmen gemeinsam leistungsfähige, offene und langfristig unabhängige digitale Lösungen entwickeln können.

Mehring unterstreicht:
„Wer digital souverän sein will, darf den Schlüssel zum eigenen Maschinenraum nicht aus der Hand geben. Ein moderner Staat muss selbst entscheiden können, mit welcher Technologie er arbeitet und wem er seine Daten anvertraut. Es reicht nicht, eine Software auszutauschen und die alten Abhängigkeiten einfach mitzunehmen. Mit SovereignIT erproben wir deshalb eine neue digitale Arbeitswelt unter realen Bedingungen. Unser Ziel ist keine bayerische Insel, sondern eine Blaupause für die Staatsverwaltung. Denn digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern Freiheit durch echte Wahlmöglichkeiten.“

Gemeinsam statt Zuständigkeits-Pingpong
Ab 13.30 Uhr diskutiert Mehring auf dem hochrangig besetzten Podium „16 Wege, ein Ziel: Wie digital sind Deutschlands Länder?“ über die Fortschritte und Herausforderungen der Verwaltungsdigitalisierung im Föderalismus. Im Mittelpunkt stehen die Übertragbarkeit erfolgreicher Lösungen, die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie die digitale Souveränität des Staates.

Für Mehring steht fest:
„16 Bundesländer dürfen nicht 16 digitale Sackgassen bedeuten. Föderalismus muss zum Innovationsmotor werden, nicht zur Software-Bremse. Wir brauchen weniger Zuständigkeits-Pingpong und mehr gemeinsames Tempo. Wer eine gute digitale Lösung entwickelt, sollte sie mit anderen teilen, statt dass der Rest der Republik noch einmal bei null anfängt. Die digitale Zukunft Deutschlands braucht keine 16 Insellösungen, sondern ein gemeinsames Betriebssystem für Fortschritt.“

Bürgerreporter:in:

Team Fabi aus Meitingen

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.