Literaturbesprechung
FES: Das Märchen von der Gender-Verschwörung

Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) / Dorothee Beck / Barbara Stiegler: Das Märchen von der Gender – Verschwörung Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft; Selbstverlag Berlin 2019; 48 Seiten; ISBN: 978-3-95861-671-6

Es ist die Rede von der Gender-Ideologie; Gender-Gaga, Gender-Wahn oder Ähnlichem. Ultrakonservative Gruppen, rechtspopulistische und neu-rechte Kreise polemisierenk gegen alles, was mit einem liberalen Verständnis von geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung oder gar mit Gleichstellungspolitik zu tun hat.

Quotenregelungen werden genauso abgelehnt wie die Förderung der Gender Studies oder Verungestaltung der deutschen Sprache. Die Frühsexualisierung an Schulen darf es demnach auch nicht geben.

Weite Teile des Buches sind als Frage-und-Antwort-Spiel aufgebaut. Sie sollen Argumentationshilfen bieten, wenn es um ein angeblich liberales Gesellschaftsbild (hinsichtlich der Sexualität) geht.

Dr. phil. Beck forscht an der Uni Marburg zum „Anti-Genderismus“ sowie zur politischen Öffentlichkeit und Geschlecht.

Dr. phil. Stiegler ist Diplom – Pädagogin, Diplom-Psychologin und Geschlechterforscherin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Der Sekundärliteratur zufolge ist die Friedrich-Ebert-Stiftung die älteste und zweitgrößte parteinahe Stiftung in Deutschland. Sie steht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) nahe.

Diese Publikation ist einer Friedrich-Ebert-Stiftung nicht würdig. Ihr zufolge ist jemand „Mann“ oder „Frau“, weil es die Gesellschaft so möchte und nicht, weil „die“ Natur diese Person so erschaffen hat. Frauen werden nur deswegen diskriminiert, weil sie Frauen sind, und die gute alte Familie als Grundbaustein unseres Staatswesens muß zerstört werden.

Daß wir Menschen gleichwertig sind, ist so und muß nicht besonders erwähnt werden. Es steht der Friedrich-Ebert-Stiftung aber nicht zu, einen Kulturkampf daraus zu konstruieren.

Die Überbetonung des Geschlechtsmerkmals „Frau“ ist genauso abzulehnen wie die Hervorhebung anderer Geschlechter als „Mann“ oder „Frau“. Nimmt man die christliche Bibel als allgemeingültige Quelle, sind Mann und Frau von Gott erschaffen worden. Das heterosexuelle Miteinander ist gottgewollt und gottgefällig#lli8g, die Familie Grundbaustein des Staates.

Das Thema „Zugehörigkeit zu einem Geschlecht und der Umgang damit“ gelangt hier eine Bedeutung, die ihm nicht zusteht. Diese Publikation kann daher als „überflüssig“ bezeichnet werden.

Bürgerreporter:in:

Felicia Rüdig aus Duisburg

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