Moschusbock – ein beeindruckender Bockkäfer

Foto: GvMeegen
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Der Moschusbock (Aromia moschata) gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae). Er ist ein beeindruckender Käfer, nicht nur wegen seiner Größe, sondern vor allem wegen seiner metallisch glänzenden Färbung. Je nach Lichteinfall kann sein Körper kupfer- oder bronzefarben, aber auch blauviolett oder grünlich schimmern. Ohne die Fühler erreicht er eine Körperlänge von bis zu 40 Millimetern.

Der Moschusbock ist die einzige in Europa heimische Art der Gattung Aromia.
Seinen wissenschaftlichen Namen ** Aromia moschata ** erhielt die Art im Jahr 1758 durch den schwedischen Naturforscher Carl von Linné, der sie wissenschaftlich beschrieb. Der Artname moschata bedeutet „moschusartig“ und bezieht sich auf den charakteristischen Geruch, den der Käfer bei Gefahr absondern kann. Dieser entsteht durch ein Sekret aus Drüsen im Brustbereich.
Eine weitere Besonderheit ist seine Fähigkeit, bei Bedrohung quietschende oder zirpende Geräusche zu erzeugen. Diese entstehen durch Reibung bestimmter Körperteile und erinnern tatsächlich ein wenig an die Laute einer Grille.

Lebensweise und Entwicklung
Die erwachsenen Käfer erscheinen überwiegend von Juni bis August. Ihre Lebensdauer als ausgewachsene Käfer beträgt nur wenige Wochen. Sie ernähren sich vor allem von Pollen und Blüten, gelegentlich auch von Pflanzensäften.

Für seine Fortpflanzung ist der Moschusbock eng an Laubbäume, insbesondere Weiden, gebunden. Das Weibchen legt seine Eier bevorzugt in Rindenspalten oder andere geeignete Stellen älterer Weiden, häufig auch an Kopfweiden. Daneben werden unter anderem Pappeln und Erlen als Brutbäume genutzt.

Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich im Holz beziehungsweise unter der Rinde entwickeln. Die Entwicklung vom Ei über die Larve und Puppe bis zum fertigen Käfer dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Den größten Teil seines Lebens verbringt der Moschusbock somit als Larve im Holz – als erwachsener Käfer ist er dagegen nur kurze Zeit zu beobachten.

Unterschied Weibchen/Männchen
Weibchen
Meist größer und kräftiger gebaut.
Die Fühler sind im Verhältnis zum Körper kürzer.
Der Hinterleib ist oft breiter und voluminöser, da dort die Eier ausgebildet werden.
Männchen
Meist etwas kleiner und schlanker.
Die Fühler sind deutlich länger. Sie können die Körperlänge oft um ein gutes Stück überragen.
Der Körper wirkt insgesamt etwas gestreckter.

Besonders geschützt
Der Moschusbock ist in Deutschland besonders geschützt. Der Schutz ergibt sich aus der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) in Verbindung mit dem Bundesnaturschutzgesetz.

Der Rückgang geeigneter Brutbäume dürfte zu den Gründen gehören, weshalb der Moschusbock heute vielerorts nur noch selten anzutreffen ist. Eine besondere Bedeutung haben dabei alte Kopfweiden. Durch das regelmäßige Schneiteln (beschneiden) entstehen im Laufe der Jahre knorrige, teilweise hohle Stämme und Äste, die zahlreichen Insekten als Lebensraum dienen. Werden alte Kopfweiden nicht mehr gepflegt und schließlich beseitigt, gehen solche wertvollen Lebensräume verloren.

Der Erhalt alter Weiden und anderer geeigneter Alt- und Totholzstrukturen ist deshalb auch für den Moschusbock von großer Bedeutung.

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)
Unterfamilie: Cerambycinae
Gattung: Aromia
Art: Moschusbock (Aromia moschata)
Die Bockkäfer

Die Bockkäfer (Cerambycidae) sind eine artenreiche Familie innerhalb der Käfer. Viele Arten fallen durch ihre auffällige Färbung, ihre Größe und vor allem durch ihre oft sehr langen Fühler auf.

In Deutschland kommen rund 190 Bockkäferarten vor, die auf mehrere Unterfamilien verteilt sind. Weltweit sind inzwischen mehr als 35.000 Arten bekannt.

Der Moschusbock gehört dabei zu den besonders auffälligen Vertretern dieser faszinierenden Käferfamilie. Seine metallisch schimmernde Färbung, die langen Fühler, seine ungewöhnlichen Lautäußerungen und vor allem seine enge Bindung an alte Weiden machen ihn zu einer bemerkenswerten Erscheinung unserer heimischen Insektenwelt.

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Bürgerreporter:in:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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