neues von uns Donnikowski
Das Nobel-Drama von Oslo

Foto: Pixabay, creatematic
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Wenn der Weltfrieden hinter der Sanitärkeramik zurückstehen muss!

Es ist ein diplomatischer Skandal von weltgeschichtlichem Ausmaß: Das norwegische Nobelkomitee hat es schon wieder getan. Statt die einzig logische Entscheidung zu treffen und den Friedensnobelpreis an den Mann zu verleihen, der nach eigenen Angaben im Alleingang mindestens acht Kriege verhindert hat, ging die Auszeichnung an eine UN-Menschenrechtlerin, von der – so die messerscharfe Analyse des "stabilen Genies" – „noch nie jemand gehört hat“.
( Das hier:  Navanethem Pillay ist sie übrigens. )
Die Reaktion des einzig wahren Friedensstifters folgte prompt auf einer Wahlkampfbühne in Michigan: Norwegen ist offiziell ein „Shithouse-Land“ (zu Deutsch: ein „💩🏠-Land“). Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das natürlich auch ein sofortiges Einreiseverbot für Norweger in die USA. Wer braucht schon skandinavische Fachkräfte oder lachsbrötchenmampfende Touristen? Daß das Nobelkomitee völlig unabhängig von der norwegischen Regierung agiert, ist dabei ein völlig überbewertetes Detail. Wenn der US-Präsident beleidigt ist, hat gefälligst die ganze Nation kollektiv die Schuld zu tragen.
Doch wie reagiert das stolze Wikinger-Volk auf diese verbale atomare Kernschmelze? Mit wehenden Fahnen? Mit wirtschaftlichen Sanktionen?
Nein. Die staatliche Tourismusagentur Visit Norway tat das, was man im hohen Norden am besten kann: Sie bewies Humor und startete eine Werbekampagne für ihre spektakulärsten öffentlichen Toiletten entlang der Fjorde und Bergpanoramen.
Sarkastischer kann ein Konter kaum sein. Norwegen sagt quasi: „Ja, Donald, Du hast recht. Wir sind ein 💩🏠-Land. Aber schau mal, wie verdammt hübsch unsere Toiletten sind! Bei uns kackt man wenigstens mit Blick auf die Lofoten und skandinavische Design-Architektur.“
Während man in Washington also weiter schmollt und sich fragt, warum die Welt die historische Leistung der „Kriegsverhinderung durch bloße Präsenz“ nicht anerkennt, sitzt man in Norwegen entspannt auf dem landschaftlich perfekt inszenierten Donnerbalken, genießt die Aussicht und spült den präsidialen Frust einfach mit einer Brise arktischer Gelassenheit in den nächsten Abwasserkanal hinunter. Der Friedensnobelpreis bleibt in Oslo – und der Titel für das eleganteste „Shithouse“ der Welt geht dieses Jahr definitiv an Norwegen.

HOLY SHIT!!!!!

Tagesanzeiger

BusinessPortal Norwegen

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