Jahresrückblick
ACE-Kreisvorstand Schwaben blickt auf ereignisreiches Jahr zurück – erste Termine für 2026 stehen fest
- hochgeladen von Ursula Hildebrand
Der ACE-Kreisvorstand Schwaben kann auf ein aktionsreiches Jahr 2025 zurückblicken – zahlreiche Themen wurden bearbeitet, Checks durchgeführt und Aufklärungsarbeit geleistet. Das Jahr 20026 wird nicht minder spannend – einige Aktionen sind bereits in Planung.
Der Vorsitzende des ACE-Kreises Schwaben, Harald Eckart, und sein Stellvertreter Kurt Blässing können zufrieden sein: Im vergangenen Jahr hat sich das Ehrenamt sowohl bei der Clubinitiative „Easy Going“ als auch an den Aktionen zum Tag der Verkehrssicherheit und zur Europäischen Mobilitätswoche beteiligt. Der Kreisvorstand hat damit wichtige Daten für die bundesweite Auswertung zu den einzelnen Themen geliefert.
Die Clubinitiative – seit 20 Jahren die gemeinsame Aktion aller 111 ACE-Kreise in Deutschland – stand im vergangenen Jahr unter dem Motto „Easy Going - ACE-Schulwegindex 2025“. Im Mittelpunkt stand die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg. Die bundesweiten Ergebnisse zeigten dabei deutlich, dass dringend Nachholbedarf besteht – weniger bei der Infrastruktur, umso mehr beim Bringverkehr mit dem Elterntaxi. Auch im ACE-Kreis Schwaben war das Ehrenamt unterwegs und hat den Check in Augsburg zum einen an der Eichendorff-Grundschule, zum anderen an der Bischof-Ulrich-Grundschule durchgeführt. An der Eichendorff-Grundschule am Georg-Käß-Platz zeigte der ACE-Check am 14. Mai erhebliche Probleme: 83,3 Prozent der Elterntaxis hielten verbotswidrig, nur drei von 18 Fahrzeugen parkten korrekt. Dadurch entstanden gefährliche Situationen, insbesondere weil 72,2 Prozent der Kinder zur Fahrbahnseite aussteigen mussten. Das Schulumfeld wurde trotz guter Infrastruktur (zehn von 14 Punkten) insgesamt nur als „in Ordnung“ bewertet. Eine ausgewiesene Elternhaltestelle fehlt. Die ACE-Vertreter Harald Eckart und Harald Güller appellieren an die Eltern, ihr Verhalten dringend zu überdenken. Deutlich besser fiel der ACE-Check am 15. Mai an der Bischof-Ulrich-Grundschule in der Sommestraße aus. Dank eines großen Parkplatzes gegenüber der Schule hielten 71,7 Prozent der Elterntaxis korrekt, Wendemanöver traten nicht auf. Auch hier erhielt das Schulumfeld zehn Punkte und die Gesamtbewertung „in Ordnung“. Insgesamt fiel die Bilanz gemischt aus – deutlich wurde, dass etwas Nachholbedarf in der Infrastruktur besteht, das Hauptproblem aber im Verhalten der Eltern liegt. „Wir wollen alle, dass unsere Kleinsten sicher in die Schule und wieder nach Hause kommen, auch Eltern können dazu beitragen – indem sie das Elterntaxis stehen lassen und ihre Kinder fit dafür machen, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen“, so Harald Eckart und Harald Güller. Alle Infos zu den Clubinitiative des ACE finden sich im Internet unter www.ace-clubinitiative.de.
Im Rahmen des Tags der Verkehrssicherheit im Juni des vergangenen Jahres stand die Frage der Lkw-Stellplätze im Fokus. Auf Autobahn-Rastplätzen wurde nach 20 Uhr erhoben, wie die Parksituation ist. Deutlich wurde, dass bundesweit viele Rastplätze völlig überfüllt sind. Auf der Rastanlage Augsburg Ost an der A8 dürfen offiziell 68 Lkw parken. Bei einer Zählaktion am 13. Mai stellten Harald Güller, verkehrspolitische Sprecher des ACE-Kreisvorstands Schwaben und die Regionalbeauftragte für Südbayern, Ursula Hildebrand, jedoch 134 abgestellte Lkw fest – fast doppelt so viele wie erlaubt. Mehrere Lkw blockierten Pkw-Stellplätze oder standen verkehrsgefährdend, teils in Ein- und Ausfahrten. Während des Checks fuhren zudem ständig weitere Lkw auf der Suche nach freien Plätzen an. Der ACE warnt vor erheblichen Sicherheitsrisiken und fordert Politik und Unternehmen auf, dringend mehr Lkw-Stellplätze sowie ausreichende sanitäre Einrichtungen entlang der Autobahnen zu schaffen.
Als dritte große Aktion beteiligte sich der Kreisvorstand Schwaben an der Mobilitätsrallye im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Vom 16. bis 22. September testete der ACE in deutschen Großstädten die Alltagstauglichkeit verschiedener Verkehrsmittel. Unter dem Motto „Verkehrsmittel im Vergleich – Mobilität neu gedacht“ traten Auto, Fahrrad, öffentlicher Nahverkehr und teils auch Leih-Scooter auf festen Strecken gegeneinander an. Kurt Blässing und Harald Güller führten zusammen mit Usula Hildebrand die Mobilitätsrallye von Augsburg Hauptbahnhof zur Bezirkssportanlage Haunstetten durch – mit E-Auto, Pedelec und Straßenbahn. Bewertet wurden Zeit, Kosten, Klimafreundlichkeit sowie Komfort und Sicherheit.
Am schnellsten war das E-Auto (20 Minuten), gefolgt vom Pedelec (25 Minuten) und der Straßenbahn (35 Minuten). Bei Kosten und CO₂-Ausstoß schnitt das Pedelec mit großem Abstand am besten ab. Insgesamt gewann das Pedelec vor dem E-Auto und der Straßenbahn.
Zahlreiche Themen wurden also 2025 bearbeitet – auch im Jahr 2026 wird sich der ACE-Kreisvorstand Schwaben an den bundesweiten Aktionen beteiligen. Die Planungen dazu werden in der nächsten Kreisvorstandssitzung am 3. März besprochen. Zudem steckt der Kreisvorstand bereits mitten in den Vorbereitungen für die Mitgliederversammlung im Herbst. Hier wird am 3. November der Kreisvorstand neu gewählt. Wer Interesse an der Arbeit des ACE hat, kann sich gerne bei der Regionalbeauftragten Ursula Hildebrand melden – telefonisch unter der Nummer 0151/ 67342601 oder per Mail an ursula.hildebrand@ace.de.
Bürgerreporter:in:Ursula Hildebrand aus Donaustauf |
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