Unterwegs in der Heimat
Dem Rhein aufs Bett geschaut - Spannende Entdeckung bei Niedrigwasser in Rees (Kilometer 838)
- Freigelegt durch Niedrigwasser: Der geschützte Rohrdurchlass im Rees'schen Rheinbett bei Kilometer 838
- Foto: Siegmund Walter, 03.10.2026, 15:27 Uhr
- hochgeladen von Siegmund Walter
Rees, 03.10.2026
Wer dieser Tage am Reeser Rheinufer im Bereich des Flussbetts spazieren geht, erlebt eine besondere Kulisse. Der sinkende Pegel des Stroms gibt Geheimnisse preis, die sonst tief unter der Wasseroberfläche verborgen liegen.
Bei meinem heutigen Ausflug an das Rheinbett auf der Höhe von Rheinkilometer 838 konnte ich ein faszinantes Bauwerk entdecken, das man bei normalem Wasserstand wohl völlig übersehen würde. Direkt in die grobe Steinschüttung der Uferbefestigung eingelassen, kam durch das Niedrigwasser ein massiver Rohrdurchlass zum Vorschein.
Die Bogenöffnung des Betonrohrs ist mit einem schweren, robusten Metallgitter gesichert – ein wichtiger Schutz, damit bei normalem Pegel oder Hochwasser kein Treibgut oder Holz in das dahinterliegende Entwässerungssystem gespült wird. Solche Ausläufe sorgen im Alltag still und heimlich dafür, dass Regen- und Drainagewasser aus dem Deichhinterland sicher in den Hauptstrom abfließen können.
Ein wirklich spannender Anblick, der einem mal wieder vor Augen führt, wie viel Technik und Hochwasserschutz in unserer rheinnahen Heimat steckt. Nur wenige hundert Meter weiter stromabwärts kann man von hier aus übrigens auch einen tollen Blick auf die Rheinbrücke Rees-Kalkar werfen. (siehe letzte Foto in der Bildergalerie)
Bürgerreporter:in:Siegmund Walter aus Wesel |
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