Wertinger Festspiele 2026
Operette Gräfin Mariza - par excellence!

Annika Egert
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Chapeau! wer an diesem Abend Karten für die Wertinger Festspiele hatte. In perfekter Besetzung und wunderbarer Inszenierung, durfte man eine der vielleicht schönsten Operetten erleben. 

Annika Egert glänzte in der Rolle der Gräfin Mariza. In ihrem roten Kleid war sie nicht nur eine Augenweide, sondern überzeugte vor Allem durch ihre wunderbare Sopranstimme und ihre schauspielerische Leistung. Um sich die vielen unliebsamen Verehrer vom Leib zu halten, gibt sie ihre Verlobung bekannt. Doch leider taucht plötzlich ein ungarischer Verehrer auf, der zufällig so heißt, wie der Pseudoverlobte der Gräfin. 

Ihr Mann Daniel Schliewa besetzte die Rolle des Gutsverwalters Tassilo, der Inkognito bei der Gräfin arbeitete, um seiner Schwester eine gute Mitgift zu ermöglichen. Die Familie hatte zwar einen Grafentitel, war aber leider verarmt. Als die Gräfin plötzlich auf dem Gut auftaucht, ist es aus mit der Ruhe. Doch die Gräfin und Tassilo kommen sich näher und verlieben sich ineinander. Wer hätte das besser verkörpern können, als der eigene Mann, der den Tenor sang. Die Beiden harmonierten wunderbar zusammen.

Daniel Gutmann war neu im Ensemble und stellte den Verehrer Populescu dar. In seinem schicken Frack machte er eine wunderbare Figur und ergänzte stimmlich als Bariton mit wunderbarem österreichischem Akzent.

Als Schwester des Grafen Tassilo glänzte Sophie-Magdalena Reuter als Sopranistin. Der blonde Wirbelwind, der immer gute Laune verbreitet, verliebte sich in den ungarischen Zsupan, der anfangs ihre Liebe nicht erwiderte und nur Augen für die Gräfin Mariza hatte.
Ihr Gesang, ihre Mimik und ihre schauspielerische Darbietung waren einfach wunderbar. 

Philip Lüsebrink, der für das Stück auch Regie führte, brillierte in seiner Rolle als ungarischer Zsupan. Wenn man ihn nicht aus vielen anderen Rollen kennen würde, wäre er als echter Ungar durchgegangen. Mit viel Witz, wunderbarem ungarischen Akzent und seiner Tenorstimme begeisterte er das Publikum. Und hätte er die Gräfin Mariza geheiratet, wäre sein gesamtes Vermögen an die Hundepension Lauterbach gegangen😀.

Musikalisch wurde die Operette durch Stellario Fagone dirigiert, der in Wertingen kein Unbekannter ist. Ein großartiges Orchester, die Camerata Augsburg- ein Zusammenschluss aus hochkarätiger Musiker- begleitete perfekt den Abend.

Nach Standing Ovation und viel Applaus ging dieser charmante und beschwingte Abend zu Ende. 

Am Samstag den 25.07.26 folgt das Konzert "La notte italiana" und zum Abschluss der Wertinger Festspiele 2026 finden am 26.07.26 Sternstunden der Klassik statt. Wer also noch Nichts vor hat, sollte sich diesen Augen- und Ohrenschmaus nicht entgehen lassen. 

Ermöglicht werden diese hochkarätigen Veranstaltungen durch die Charlotte und Hermann Buhl Stiftung, um Kunst und Kultur für Alle zugänglich zu machen.

Bürgerreporter:in:

Knippsi Knippsilein aus Ellgau

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