Meinung
Handy in der Tasche, aber kein Geld für den Führerschein?

Transparenzhinweis: Ich schreibe hier rein privat und aus persönlichem Interesse. Meine Berichte erfolgen ohne jegliche Beauftragung durch Dritte. Ich erhalte für meine Beiträge weder Bezahlungen noch sonstige Vergünstigungen oder Vorteile. | Foto: Symbolbild by KI
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Luxus-Handy in der Tasche, aber kein Geld für den Führerschein? Schluss mit der „Geiz-ist-geil“-Mentalität in der Fahrausbildung!

In letzter Zeit häufen sich die Klagen: Der Führerschein sei zu teuer, die Kosten kaum noch zu stemmen. Sofort werden Rufe nach Subventionen laut oder die Forderung, die Ausbildung „schlanker“ zu machen – mehr Simulatoren, weniger echte Fahrstunden, vielleicht sogar privates Üben mit den Eltern statt Profi-Schulung. Und das Bedenkliche ist die Politik springt darauf an. Ich sage ganz klar: Nein danke!

Ausbildung oder „Verbummeln“?
Es ist auffällig: Für das Smartphone werden klaglos bis zu vierstellige Beträge hingeblättert, der Urlaub muss Instagram-tauglich sein und Markenklamotten sind Standard. Aber wenn es um die lebenswichtige Ausbildung für den Straßenverkehr geht, wird plötzlich jeder Euro umgedreht. Oft wird die Prüfung auch schlicht „verbummelt“ – die nötige Konsequenz fehlt, Termine werden geschoben, und am Ende wundert man sich über die Kosten durch zusätzliche Stunden. Qualität und Ernsthaftigkeit haben nun mal ihren Preis. Das sollte unsere Jugend und die Politik erkennen.

Wo endet die Rabatt-Forderung?
Wenn wir anfangen, die Fahrausbildung auf Kosten der Qualität „künstlich“ billig zu halten, begeben wir uns auf eine gefährliche Rutsche:

Wollen wir wirklich Fahranfänger, die ihre ersten echten Erfahrungen erst nach der Prüfung im Berufsverkehr sammeln?

Wenn der Führerschein bezuschusst werden soll, weil man ihn „braucht“ – wo ziehen wir die Grenze?

Bekommen wir dann bald auch Nachlass auf das erste Auto oder das Smartphone? Beides „braucht“ man heute schließlich auch, um mobil und erreichbar zu sein.

Sicherheit ist kein Schnäppchen
Fahrschulen sind keine Wohlfahrtsverbände. Sie kämpfen mit gestiegenen Spritpreisen, teuren Autos und Personalkosten. Wer hier spart, spart an der Sicherheit von uns allen. Ein Simulator kann Grundlagen vermitteln, aber er ersetzt niemals das Gefühl für ein echtes Fahrzeug und die Verantwortung gegenüber anderen Menschen aus Fleisch und Blut.

Dabei gäbe es alternative Modelle die die bisherige Ausbildungsqualität sichern - aber mit Vorteilen für alle Seiten.

1. Die „Bleib-Prämie“ (Bindungsmodell)
Unternehmen in Branchen mit akutem Nachwuchsmangel (z. B. Logistik, Handwerk, Pflege) übernehmen die Kosten für den Führerschein vorab. Im Gegenzug verpflichtet sich der Auszubildende, für eine bestimmte Zeit (z. B. 2 Jahre) nach der Ausbildung im Betrieb zu bleiben.

Der Clou: Kündigt der Arbeitnehmer vorzeitig, zahlt er den Restbetrag anteilig zurück. Das sichert dem Betrieb Fachkräfte und dem Azubi die Mobilität ohne Schuldenfalle.

2. Die „Kommunale Mobilitätsgarantie“ (Landflucht-Stopp)
Ländliche Gemeinden, die mit Abwanderung zu kämpfen haben, könnten einen „Führerschein-Fonds“ einrichten. Jugendliche erhalten einen Zuschuss zum Führerschein, wenn sie im Gegenzug ein Ehrenamt übernehmen (z. B. 2 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr oder beim THW) oder ihre Ausbildung bei einem ansässigen Betrieb absolvieren.

Der Clou: Das Geld bleibt in der Region, stärkt das Ehrenamt und sorgt dafür, dass junge Leute trotz mangelndem ÖPNV mobil bleiben können.

3. Das „Leistungs-Stipendium“ der Innungen
Handwerksinnungen oder Industrieverbände könnten „Mobilitäts-Stipendien“ ausschreiben. Azubis mit besonders guten Noten oder hohem Engagement erhalten die Führerscheinkosten (oder die Kosten für die Anhänger-Erweiterung B96/BE) erstattet.

Der Clou: Es schafft einen Anreiz für Leistung und Disziplin – genau das Gegenteil vom „Verbummeln“ der Prüfung. Wer sich reinhängt, wird belohnt.

Was meint ihr dazu?

Sind die Kosten für den Führerschein mittlerweile wirklich unzumutbar hoch und grenzen junge Menschen aus?

Oder ist es eine Frage der Prioritäten und der persönlichen Disziplin?

Sollte der Staat hier eingreifen, oder riskieren wir damit eine „Generation günstig Blindflug“ auf unseren Straßen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen – schreibt sie mir in die Kommentare!

Bürgerreporter:in:

Wolfgang Weiss aus Untermeitingen

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