Koch Stübchen
Renate Sültz - Münsterländer Küche - Milchsuppe
- hochgeladen von R. G. Wardenga
Die Münsterländer- Küche und Bauernhöfe
Teil 2
Von Renate Sültz
Milchsuppe
Milch-und Buttermilchsuppen waren um die Jahrhundertwende die Speise in den frühen Morgenstunden. Wenn dann die Bauern aufs Feld mussten, hatten sie durch das reichhaltige Frühstück genügend Energie aufgenommen.
Die Milchsuppen wurden mit einem Holzlöffel aus Schälchen gegessen. Dieses Geschirr kauften die Frauen damals beim Kiepenkerl oder Töpfer. Es kam auch vor, das Holzgeschirr gegen Lebensmittel getauscht wurden. Es war üblich, dass diese Suppe am Abend noch einmal serviert wurde. Danach belegte Brote, Pfannkuchen und Gemüsereste vom Mittagstisch aufgewärmt.
Die Münsterländer nannte die Milchsuppe auch "Warmbeer".
Wenn Du auch eine leckere Milchsuppe machen willst, dann schau hier:
1 L Buttermilch oder Vollmilch, 40 g Mehl, 250 g getrocknete Birnen oder Pflaumen, 1 Prise Salz
Zubereitung:
Das getrocknete Obst gut einweichen und quellen lassen. Die Milch erhitzen, das angerührte Mehl hineinrühren und alles quellen lassen. Die Früchte dann dazugeben und gut alles zusammen durchkochen und mit Salz abschmecken.
Da Zucker noch sehr teuer war, wurde die Milchsuppe mit süßem Obst oder Honig gesüßt.
Man dickte auch das Milchsüppchen mit Grütze oder Buchweizenmehl an. War kein Obst vorrätig, brockte man Pumpernickel in das Schälchen.
In diesem Sinne liebe Freunde, wünsche ich Euch noch einen angenehmen Restsonntag. Im nächsten Beitrag über das Münsterland, werde ich die Biersuppe vorstellen.
Bürgerreporter:in:R. G. Wardenga aus Königsborn |
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