Sommercamp des KreisSportBundes Unna in Hachen
Marathon-Pater bringt 7.000 Euro für Kinder-Sommercamp
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Marathon-Kilometer werden zur Hilfe für Kinder
Pater Tobias besucht Sommercamp des KreisSportBundes Unna in Hachen und überreicht 7.000-Euro-Spende
Sundern/Selm. Sechs Tage ohne Handy, dafür mit Sport, neuen Freundschaften und jeder Menge Abenteuer: Für 30 Kinder aus dem gesamten Kreis Unna ist das Sommercamp des KreisSportBundes Unna vom 17. bis 22. August zu einer besonderen Ferienwoche geworden. Zu den Unterstützern des Camps gehört auch Pater Tobias Breer, bekannt als „Marathon-Pater“. Bei seinem Besuch im Sport- und Tagungszentrum Hachen überreichte er einen Spendenscheck über 7.000 Euro.
Das seit 2017 vom KreisSportBund Unna veranstaltete Sommercamp wird durch das Engagement verschiedener Sponsoren, Spender und Unterstützer ermöglicht. Sie tragen gemeinsam dazu bei, dass Kinder mit und ohne Migrationshintergrund eine Ferienwoche erleben können, die für manche Familien sonst nur schwer finanzierbar wäre. Mit dabei waren in diesem Jahr auch Kinder aus Selm, Bork und Cappenberg.
Marathon-Spenden aus vielen Läufen
5.000 Euro des von Pater Tobias überreichten Betrages kamen beim 5. Gottfried-Marathon im März rund um Schloss Cappenberg zusammen. Anschließend schnürte der Marathon-Pater weiter seine Laufschuhe. Beim Kölsche Variété Marathon, beim Heilwald-Marathon in Bad Lippspringe, beim Essener Rhein-Herne-Kanal-Marathon und beim Wupperwiesen-Marathon sammelte er weitere 2.000 Euro für das Ferienprojekt.
„Ich bin nur einer von mehreren, die dieses Sommercamp unterstützen“, betonte Pater Tobias. „Das Entscheidende ist, dass viele Menschen gemeinsam etwas möglich machen. Wenn ich dann sehe, wie die Kinder hier lachen, Freundschaften schließen und über sich hinauswachsen, weiß ich, dass sich jeder gelaufene Kilometer gelohnt hat.“
Gemeinsam wachsen - ganz ohne Handy
Unter der Leitung von Alina Manjal und Manfred Kalix sowie mit Unterstützung von vier weiteren ehrenamtlich Engagierten erleben die 30 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren ein abwechslungsreiches Programm von morgens bis abends.
Das Sport- und Tagungszentrum Hachen bietet dafür mit Sporthallen, Schwimmbad sowie zahlreichen Möglichkeiten für Kletter-, Team- und Outdooraktivitäten ideale Voraussetzungen. Auch der nahe Sorpesee wird für verschiedene Wassersportangebote genutzt.
Und so wurde geschwommen, geklettert, Kanu gefahren und afrikanisch getrommelt. Eine riesige Wasserrutsche sorgte für Begeisterung. Abends standen Grillen, Mal- und Bastelaktionen, gemeinsame Spiele und die Vorbereitungen für eine Disco auf dem Programm.
Besonders beeindruckend: Sprachliche Barrieren spielten schon nach kurzer Zeit kaum noch eine Rolle. Beim Sport, beim gemeinsamen Ausprobieren und beim Lachen fanden die Kinder schnell zueinander. Einige überwanden beim Klettern eigene Ängste und merkten, dass sie sich mehr zutrauen können, als sie zunächst glaubten.
„Genau darum geht es“, sagte Pater Tobias. „Kinder sollen erfahren: Ich gehöre dazu. Ich kann etwas. Und es gibt Menschen, denen es nicht egal ist, ob ich solche schönen Erfahrungen machen darf.“
Am Ende stehen sechs Tage voller Bewegung, Gemeinschaft und neuer Freundschaften, ermöglicht durch viele Menschen, die das Sommercamp auf unterschiedliche Weise unterstützen.
Bürgerreporter:in:Pater Tobias Breer |
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