Ein starkes Zeichen für Bürgernähe
Fazit zum Bürgergespräch des CSU-Kreisverbandes in Stadtbergen
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Das jüngste Gesprächsangebot des CSU-Kreisverbandes in Stadtbergen war eine herausragende Gelegenheit, die in dieser Form selten ist: Bürgerinnen und Bürger hatten die Chance, in entspannter Atmosphäre direkt und persönlich mit den verantwortlichen Kommunal- und Landespolitikern unserer gesamten Region ins Gespräch zu kommen.
Inhaltliche Tiefe statt medialer Oberflächlichkeit Besonders wertvoll war mir der direkte Austausch mit Hansjörg Durz (MdB). Wir sprachen intensiv über die Herausforderungen der Digitalisierung und die strukturellen Hürden des Föderalismus in Deutschland. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der persönliche Kontext ist: Oftmals greifen Medien einzelne Themenkomplexe heraus und bauschen diese auf, während die komplexen Hintergründe und die eigentlichen Zusammenhänge auf der Strecke bleiben. Im direkten Dialog konnten diese Fragmente wieder zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengesetzt werden.
Authentische Einblicke in das kommunale Ehren- und Hauptamt mit Frau Karina Ruf, der 1. Bürgermeisterin von Gablingen, ergab sich ein inspirierendes Gespräch über ihren Werdegang und die notwendige Leidenschaft für das Amt. Sie schilderte eindrucksvoll die täglichen Herausforderungen, die Bedeutung von interkommunalen Netzwerken über Gemeindegrenzen hinweg und ihre Visionen für die Zukunft Gablingens. Es wurde klar: Das Amt der Bürgermeisterin ist kein reiner Job, sondern eine Berufung, die enormes Engagement erfordert.
Abgerundet wurde der Vormittag durch einen fundierten Überblick über die aktuellen Aufgaben im Landkreis Augsburg durch Landrat Martin Sailer. Zudem war es StMin a. D. Carolina Trautner (MdL), die wie gewohnt empathisch die Brücke zwischen den Erwartungen der Bürger und den Sachzwängen der Politik schlug. In einer Zeit, in der die Regional- und Weltpolitik vor großen Umbrüchen steht, warb sie auf beiden Seiten um Verständnis und Gesprächsbereitschaft – eine Haltung, die in der aktuellen Debattenkultur wichtiger ist denn je.
Ein Wermutstropfen bleibt: Wo war die Bürgerschaft? Trotz dieses hochkarätigen Angebots und der Tatsache, dass sich Spitzenpolitiker und neue Kreistagskandidaten/innen Zeit für uns die Wähler und Bürger nehmen, war die Resonanz mit nur vier anwesenden Bürgern neben mir bedauerlich gering. Es stellt sich die dringende Frage: Warum wird eine solche Chance nicht stärker wahrgenommen?
Lag es am Zeitpunkt am Samstagvormittag?
Besteht eine Hemmschwelle, politische Veranstaltungen zu besuchen?
Oder ist es eine Mischung aus Bequemlichkeit und einer allgemeinen Politikverdrossenheit?
Fazit Es war für mich ein großes Privileg, dass sich Mandatsträger wie Martin Sailer, Carolina Trautner, Hansjörg Durz und Karina Ruf neben 20 anderen vor Ort die Zeit nehmen, um zuzuhören und Rede und Antwort zu stehen. Wer sich über „die Politik da oben“ beschwert, sollte solche Gelegenheiten „hier unten“ beim Schopfe packen. Wie sonst können wir bei den Kommunalwahlen das Kreuz an der richtigen Stelle setzen und fundiert entscheiden. Ein herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen für ihre Zeit und die Offenheit – dieser Dialog ist das Fundament unserer Demokratie.
Kommentieren Sie gerne,
- Was hätten Sie gefragt,
- Unter welchen Umständen hätten sie eher teilnehmen wollen
- Wie hätte die notwendige Termininformation Sie überhaupt erreichen sollen: Facebook, Tageszeitung oder ....
Bürgerreporter:in:Wolfgang Weiss aus Untermeitingen |
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