Burgen und Schlösser
Das Neue Schloss von Behringersdorf entstand als illegaler Schwarzbau
- Das Neue Schloss in Schwaig-Behringersdorf
- hochgeladen von Jens Schade
Die Baugenehmigung wurde 1715 für eine „Winterung für Gartenpflanzen“ und für eine Remise erteilt. Gebaut wurde tatsächlich stattdessen ein Schloss. Bauherr Christoph Wilhelm von Tucher ließ sich durch den Baumeisters Johann Ulrich Mösel ein über 30 Meter langen und etwa 11 Meter breiten Herrenhaus in Behringersdorf (Gemeinde Schwaig bei Nürnberg) errichten.
1717 schritt die Obrigkeit ein und untersagte den Weiterbau. Es kam zu einem Rechtstreit. Das Ergebnis: 1720 wurde lediglich die Fertigstellung des Rohbaus genehmigt. Erst 1745 konnte mit dem Innenausbau der Adelssitz vollendet werden.
Heute ist das Herrenhaus unter den Namen Tucherschloss oder „Neues Schloss“ ein wertvolles Baudenkmal.
Der Name „Neues Schloss“ deutet schon daraufhin. Es gab in dem kleinen Ort in Franken davor schon eine ältere Schloss- bzw. Burganlage. Aber davon soll in einer späteren Folge dieser Reihe berichtet werden.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.