Vorsorge statt Wahlkampf-Floskeln
Liste Junge Union begeistert mit Erbrecht-Thema

Transparenzhinweis: Ich schreibe hier rein privat und aus persönlichem Interesse. Meine Berichte erfolgen ohne jegliche Beauftragung durch Dritte. Ich erhalte für meine Beiträge weder Bezahlungen noch sonstige Vergünstigungen oder Vorteile. | Foto: (c) Wolfgang Weiss
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SCHWABMÜNCHEN – Am Abend des 15. Januars zeigte sich im vollbesetzten Saal in Schwabmünchen, dass politische Nachwuchsarbeit weit über das Verteilen von Kugelschreibern hinausgehen kann. Die Liste „Junge Union“ hatte zum Informationsabend über das Erbrecht geladen – und der Andrang war so groß, dass die Organisatoren bis in die letzte Minute zusätzliche Stühle herbeischaffen mussten.

Politischer Schulterschluss und Experten-Trio
Dass die Veranstaltung einen besonderen Stellenwert einnimmt, unterstrich bereits die Eröffnung durch Stephan Dölle, den CSU-Bürgermeisterkandidaten für Schwabmünchen. Auch der amtierende Rathauschef Lorenz Müller ließ es sich nicht nehmen, dem Abend beizuwohnen. Müller zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Resonanz und dem Gespür der jungen Liste für Themen, die den Bürgern unter den Nägeln brennen.

Das fachliche Fundament bildete ein kompetentes Referenten-Trio:

Dr. Lisa Wolf (Jura-Dozentin) lieferte die akademische Struktur.

Jonas Deuringer (wissenschaftlicher Mitarbeiter) brachte aktuelle rechtliche Entwicklungen ein.

Susanne Wohlhöfler (Rechtsanwältin) schlug die Brücke zur Praxis und zeigte auf, wo es im Ernstfall oft hakt.

60 Minuten für die Ewigkeit: Die Tücken des Testaments
In einem kurzweiligen, rund einstündigen Vortrag räumten die Experten mit Mythen auf. Ein zentrales Fazit: Gut gemeint ist nicht immer rechtssicher. Viele private Testamente verwirken den eigentlichen Willen des Erblassers durch Formfehler. Ein fiktiver „Herr Müller“ musste in zahlreichen Fallbeispielen als Anschauungsobjekt herhalten, um die verschiedenen Varianten des Erbens plastisch darzustellen.

Die wichtigsten Kernbotschaften des Abends:

Eigenhändigkeit zählt: Ein privates Testament muss zwingend handschriftlich verfasst, unterschrieben sowie mit Ort und Datum versehen sein.

Berliner Testament: Ehepartner können sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen, sollten aber die Pflichtteilsansprüche der Kinder im Blick behalten.

Die 10-Jahres-Frist: Frühzeitige Schenkungen sind ein mächtiges Werkzeug, um steuerliche Freibeträge optimal zu nutzen.

Rechtssicherheit muss nicht teuer sein: Oft reicht eine versierte Beratung durch einen Anwalt aus, um rechtssichere Formulierungen zu finden – ein Notar ist nicht in jedem Fall zwingend erforderlich.

Mehr als nur Wahlkampf
Besonders beim Thema „Pflichtteilsentzug“ – der laut Experten nur bei extremen Verfehlungen oder Gefängnisstrafen möglich ist – wurde deutlich, wie komplex die Materie ist. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum und die intensiven persönlichen Gespräche im Anschluss zeigten, dass die Liste Junge Union hier einen Nerv getroffen hat.

Mit Blick auf die kommende Kreistagswahl am 8. März 2026 hat das Team um Dr. Lisa Wolf eine beachtliche Visitenkarte abgegeben. Wenn politisches Engagement so fundiert und bürgernah daherkommt, ist das ein starkes Signal für die angestrebte Verantwortung auf Kreisebene. In Schwabmünchen hat die JU jedenfalls bewiesen, dass sie „Inhalt“ kann.

Bürgerreporter:in:

Wolfgang Weiss aus Untermeitingen

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