Was soll man vom Menschen halten?
Wo ist die Selbstverantwortung geblieben - warum machen sich Menschen im Staatsdienst zu Marionetten?
- hochgeladen von Helmut Feldhaus
Ich war über vierzig Jahre als Lehrer, als Bediensteter des Staates, tätig, habe mich dabei allzeit als selbstverantwortlich gesehen, hätte nie etwas gemacht, was vor meinem Gewissen keinen Bestand gehabt hätte. Mitunter, wenn auch für mich auf "harmlosem" Terrain, kam es auch dazu, dass ich aneckte, ob es die Schulleitung, die Schulbehörde oder die Stadtpolitik betraf. Aber bei vielen Staatsbediensteten geht es oft um Heftigeres, was ich hier weltweit betrachten will, wo Selbstverantwortung abgegeben wird an die Verantwortung von oben.
Machthaber incl. der übergeordneten staatlichen Institutionen verfolgen Absichten, deren Durchsetzung ohne den Gehorsam des Heeres der Staatsbediensteten kaum möglich wäre. Aber dieses Gehorsams können sich die an der Spitze sitzenden "Lenker" erfahrungsgemäß sicher sein, ob es sich um Soldaten, in Dienst genommene Bürokraten oder andere finanziell abhängig Beschäftigte handelt.
Nehmen wir Russland etwa. Viele Russen, seien sie unmittelbar im Militär oder in Putin-unterstützenden Bereichen eingesetzt, unterwerfen sich dem Gehorsam, verweigern sich wohl auch der Frage, ob sie ihr Tun selbst verantworten würden. Bei den Ukrainern dürfte die Übereinstimmung mit eigenem Gewissen größer sein.
Aber die Verantwortungsfrage im Zusammenhang mit der Selbstachtung geht über den Ukrainekrieg und die hybride Kriegsführung weit hinaus, betrifft auch die USA, wo der selbsternannte "Friedenspräsident" die Menschen wie leider willige Marionetten behandelt.
Ach, nur zwei exponierte Fragestellungen, denen sich sicherlich genügend nicht derart beachtete Fragestellungen anschließen könnten.
Der Mensch, ein eigenartiges Wesen, wo auch immer er lebt, wo auch immer er beschäftigt ist. Er gibt sich oftmals selbst auf, indem er seine eigene Verantwortung für sein Handeln gern abgibt. Die Ausrede "Ich habe nur Befehle befolgt" ist arg erbärmlich, eine Entmenschlichung seiner selbst.
Bürgerreporter:in:Helmut Feldhaus aus Rheinberg |
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