Times are changing
Putin, Trump u.a. -verrückte und unheilvolle Welt - oder: Es war einmal und ist jetzt bedrohlich anders
- Unheil dräut
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- hochgeladen von Helmut Feldhaus
So lange ist es noch nicht her, da befanden sich Deutschland und die meisten Teile zumindest der Nordhemisphäre in recht ruhigen Gewässern, Annäherung, Verständigung, Überwindung des Ost-West-Konflikts und Frieden prägten die Politik und mithin auch das Leben der Menschen in den verschiedenen Staaten.
Doch dann triggerten neue Phänomene gewaltige Störfeuer, sei es die Migration oder der Ukrainekrieg. Die Migration hat in Deutschland die weitgehend völkische AfD nach oben gespült, der von Russland initiierte Ukrainekrieg hat die bis dahin konsensuale Werteordnung durcheinandergebracht, woran so einige politische Kräfte mitwirken.
In vorderster Linie ist natürlich Russland bzw. die Putin-Clique zu nennen, die im Februar 2022 die Ukraine überfiel in der Zuversicht, das angegriffene Land in imperialistischer Manier schleunigst Russland einzuverleiben. Das misslang, sind wir doch inzwischen im fünften Kriegsjahr. Der damalige und auch noch heutige Präsident der Ukraine, Selenskyj, hatte nicht fluchtartig angesichts wahrscheinlicher Aussichtslosigkeit einer erfolgreichen Gegenwehr das Land verlassen wie wahrscheinlich die meisten in seiner Position es gemacht hätten. Chapeau!
Dank der Hilfe des werteorientierten Westens, angeführt von den USA, konnte sich die Ukraine, wenn auch unter anfänglichen Gebietsverlusten, erwehren. Was in Deutschland mit der Lieferung von 5000 Stahlhelmen begann, befindet sich inzwischen in dem Status, dass Deutschland der größte Unterstützer der Ukraine ist, auch wenn die bislang nicht mit nachhaltiger Macht ausgestattete AfD auf die Ukraine nichts gibt.
Und die USA? Sie haben sich verändert durch einen Präsidentenwechsel, haben die Unterstützung der Ukraine zurückgefahren. Donald Trump denkt anders als Joe Biden, Trump halt mit MAGA auf seinem Schild ohne Rücksicht auf irgendetwas anderes, wobei er gar nicht bemerkt, dass sein Ansinnen immer mehr den Bach runtergeht, aber das nur nebenbei. Übrigens, sein Versprechen im Falle seiner Wahl, den Ukrainekrieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden, ist abzuhaken unter selbstüberschätzender Großmäuligkeit. Eigentlich blamabel für ihn. Während Russland nicht nur Angriffe auf die Infrastruktur, sondern auch schon wie gewohnt auf zivile Ziele der Ukraine fährt und diese mit Gegenschlägen auf die Infrastruktur Russlands antwortet, verbittet sich Trump jetzt die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien, weil er deren Produkte, besonders Diesel, für die USA - die Bezeichnung "seine USA" halte ich nicht für angebracht - haben will, vermutlich, um die Aussichten der Republikaner bei den Midterms zu verbessern. Aber nicht nur das. Jetzt fordert Trump sogar den Rückzug Selenskyjs als ukrainischer Präsident.
Und Trump im Nahen Osten? Erbärmlich, was seine Pläne und Prophezeiungen für den Gaza-Streifen angeht. Besonders aber der von ihm angezettelte Irankrieg. Er hat nur weltweites Unheil angerichtet. Trump, eine gefährliche Witzfigur. Da lobe ich mir doch eine deutsche Regierung, auch wenn diese mit ihren vergleichbar zu vernachlässigenden Reformen nicht zu Potte kommt.
Noch eins: Das bewährte transatlantische Bündnis ist sehr brüchig geworden. Dafür verantwortlich sind die Europäer nicht.
Eine verrückte Welt!
Ach, man könnte noch so vieles schreiben. Ich stelle jedenfalls fest: Putin und Trump sind Unglücksfälle der Zeitgeschichte mit bedrohlichen Aussichten, so dass wir uns wohl in aller Sentimentalität und mit Bedauern eingestehen müssen: Es war einmal.
Bürgerreporter:in:Helmut Feldhaus aus Rheinberg |
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