Burgen und Schlösser
Auferstanden (nicht aus Ruinen, sondern) als Rekonstruktion: Das Stadtschloss in Potsdam
- Das Stadtschloss in Potsdam
- hochgeladen von Jens Schade
Am 14. April 1945 zerstörten kurz vor Ende des 2. Weltkries noch Bomben das Stadtschloss in Potsdam. Die einstige Residenz brannte bis auf die Außenmauern nieder. Obwohl die Außenmauern erhalten blieben und eigentlich noch tragfähig waren, wurde auf Beschluss des Politbüros der SED die Schlossruine abgerissen. Dass wir uns heute wieder am Schloss erfreuen können, ist einem rekonstruierten Neubau zu verdanken.
Wie es bei vielen Schlössern so ist, Ausgangspunkt war auch beim Potsdamer Stadtschloss eine Burg. Schon als Potsdam anno 993 erstmals erwähnt wurde – damals hieß die Siedlung noch Poztupimi – gab es hier am Havelufer eine Festung. Als die Fürsten des Hauses Anhalt ihren Machtbereich ins Brandenburgische ausdehnten, ließen sie die alte Burg nach und nach zu einer massiven Anlage ausbauen. Doch weil die Burg immer wieder verpfändet und damit in fremde Hände gelangte, verfiel die Festung dann im Laufe der Zeit. So nach 1559 wurde die Burg abgebrochen und mit einem Neubau für die Kurfürstin Katharina von Brandenburg-Küstrin, Ehefrau von Kurfürst Joachim Friedrich, begonnen. Dieses Bauprojekt wurde allerdings nicht vollendet. Das eigentliche Stadtschloss entstand dann erst in den Jahren 1662 bis 1674.
Zum Glück beschloss der Landtag von Brandenburg, dass Stadtschloss wiederaufzubauen und wählte es als Sitz des Landesparlaments. 2014 konnte das neue alte Schloss eingeweiht werden.
Bürgerreporter:in:Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld |
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