Grußwort des Ersten Bürgermeister Tobias Kunz
Nordendorf – in der Not hielt die Gemeinschaft zusammen

Tobias Kunz, Erster Bürgermeister der Gemeinde Nordendorf | Foto: Gemeinde Nordendorf
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  • Tobias Kunz, Erster Bürgermeister der Gemeinde Nordendorf
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Liebe Leserinnen und Leser,

das Hochwasser in unserer Gemeinde im Juni 2024 hat in uns hart getroffen. Wir können von Glück reden, dass wir keine Verletzten oder gar Toten hatten. Man hat gesehen, dass unsere vorbereiteten Maßnahmen Wirkung hatten, auch wenn es am Ende einfach zu viel Wasser war, das uns die Schmutter gebracht hat. Zahlreiche Schicksalsschläge haben uns zurückgeworfen, vieles in der Gemeinde geriet durcheinander und die Schäden sind noch lange nicht alle behoben. Doch insgesamt können und müssen wir positiv auf die Zukunft schauen.

Denn wir haben in der Katastrophe auch gesehen, dass wir alle gemeinsam ein richtig starkes Team sind. Es war unfassbar, wie wir alle um unsere Gemeinde gekämpft und in der größten Not zusammengeholfen haben. Es war ermutigend zu sehen, wie auch Hilfe von auswärts zu uns gekommen ist und viele Menschen ohne zu zögern mit angepackt haben. Herzlichen Dank dafür nochmals aus vollem Herzen!

2025 wird durch diese Schicksalsschläge kein einfaches Jahr. Viele haben mit den privaten Schäden noch zu kämpfen. Die Gemeinde selbst hat durch das Hochwasser große Aufgaben vor sich, die bisher nicht eingeplant waren:

Die noch zu leistende Schadensbeseitigung der Gemeinde fokussiert sich aktuell noch auf Teile des Bauhofs und die Grundschule. Der Schulkeller wird eine komplette Kernsanierung. Über 850 m² Nutzfläche müssen hier komplett entkernt und wiederaufgebaut werden, um den Kindern – insbesondere für den Handarbeits- und Werkunterricht sowie für die Offene Ganztagsschule – wieder die notwendigen Räumlichkeiten bereitstellen zu können.

Gleichzeitig laufen die Planungen und Vorbereitungen für den Gebäudeschutz am Bauhof. Das Hauptgebäude sowie das Pumpenhaus der Vakuumkanalisation sollen künftig von außen wasserdicht werden – ober- und unterirdisch.

Das wichtigste Thema zum Schutz der ganzen Gemeinde ist der bauliche Hochwasserschutz an der Schmutter. Das Verfahren, mit dem das Wasserwirtschaftsamt Deichschutzmaßnahmen umsetzen möchte, kommt Schritt für Schritt voran. Trotz der Brisanz muss sich auch das Wasserwirtschaftsamt an den Verfahrensablauf halten. Es geht gut voran, die Lösungen sind gut und umsetzbar. Wir setzen alle Hebel und Stellschrauben in Bewegung, um das Projekt voranzutreiben. Zusätzlich wir die Gemeinde in Hochwasserschutzmaßnahmen investieren, die nicht durch das Wasserwirtschaftsamt gedeckt sind.

Wir müssen nun unsere bisherigen Projekte komplett neu ordnen und priorisieren. Denn – man muss es einfach deutlich formulieren – das Hochwasser hat uns in der Gemeinde mit unseren ursprünglichen Vorhaben um mehrere Jahre nach hinten geworfen.

Trotz allem blicke ich optimistisch in die Zukunft. Ich weiß, dass wir uns aufeinander verlassen können, wenn es hart auf hart kommt. Und ich hoffe, dass alle weiterhin an einem Strang ziehen, um auch in Zukunft für unser Dorf da zu sein.

Ihr
Tobias Kunz
Erster Bürgermeister

Bürgerreporter:in:

Florian Handl aus Augsburg

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