Neubau Uniklinik: BUND Naturschutz Stellungnahme
Kritik wächst – zentrale Punkte auch in Neusäß bestätigt
- hochgeladen von Dietmar Kuhlmann
Der BUND Naturschutz hat seine Stellungnahme zum geplanten Neubau der Uniklinik Augsburg im Rahmen der öffentlichen Beteiligung am 27. April 2026 eingereicht.
Überbauung des Klinikparks mit weitreichenden Folgen
Im Zentrum der Kritik steht die Vorfestlegung auf das Baufeld „West“, die eine nahezu vollständige Überbauung des Klinikparks zur Folge hätte. Damit würden gewachsene Lebensräume verloren gehen, artenschutzrechtliche Konflikte entstehen und ein für das Stadtklima wichtiges Kaltluftentstehungs- und -transportgebiet beeinträchtigt. Gleichzeitig ginge ein bedeutender Grün- und Erholungsraum dauerhaft verloren.
Fehlende Alternativenprüfung
Kritisch bewertet wird zudem, dass eine echte, ergebnisoffene Prüfung von Alternativen – insbesondere des deutlich konfliktärmeren Standorts „Ost“ – bislang nicht erfolgt ist und auch in den aktuell vorliegenden Planunterlagen nicht erkennbar nachgeholt wird.
Überdimensionierte Planung und steigende Verkehrsbelastung
Darüber hinaus kommt der BUND Naturschutz zu der Einschätzung, dass die vorliegenden Planunterlagen durch großzügige Baufelder auf maximale bauliche Flexibilität für den Bauherrn ausgerichtet sind. Dies ermöglicht eine umfassende Inanspruchnahme wertvoller Freiflächen und führt zwangsläufig zu einer intensiveren Nutzung des Areals und zusätzlichen Verkehrsbelastungen.
Bereits heute sind die Zufahrtsstraßen und Knotenpunkte zu Spitzenzeiten stark überlastet. Vor diesem Hintergrund geht die geplante Bebauung – trotz der zugesagten Begrenzung der Nutzungsintensivierung und Verkehrsmehrung auf dem Klinikgelände – aus Sicht des BUND Naturschutz deutlich darüber hinaus.
Auch der Stadtrat Neusäß übt Kritik
Bemerkenswert ist, dass auch der Stadtrat Neusäß in der Sitzung am 28. April 2026 eine Stellungnahme verabschiedet hat, die in zentralen Punkten zu sehr ähnlichen Ergebnissen kommt wie die Stellungnahme des BUND Naturschutz.
Dies betrifft insbesondere:
- die Bewertung des Baufelds „Ost“ als städtebaulich vorzugswürdige Variante,
- die Forderung nach einer Raumverträglichkeitsprüfung,
- die Notwendigkeit einer ergebnisoffenen und gleichwertigen Alternativenprüfung der Standorte „West“ und „Ost“,
- sowie die Kritik an der bestehenden Standortanalyse als Grundlage für einen rechtssicheren Bebauungsplan.
Die o.g. Punkte sind ebenfalls zentrale Bestandteile der Stellungnahme des BUND Naturschutz und werden dort vertieft behandelt.
Weitere Forderungen
Der BUND Naturschutz fordert darüber hinaus:
- die konsequente Berücksichtigung von Klima-, Umwelt- und Artenschutzbelangen,
- die Minimierung von Eingriffen bereits auf Ebene der Bauleitplanung,
- sowie ein offenes und nachvollziehbares Beteiligungsverfahren unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, Fachbehörden, Nachbarkommunen und Umweltverbände.
Fazit
Die Stellungnahme macht deutlich:
Eine bessere Lösung ist möglich – wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.
Weitere Informationen sowie die vollständige Stellungnahme finden Sie auf unserer Themenseite:
➜ augsburg.bund-naturschutz.de/uka
Wir brauchen Ihre Unterstützung!
Ihre Spende – für die Rettung des Klinikparks !
Die Politik hat sich festgelegt. Nur mit Ihrer finanziellen Hilfe können wir die notwendigen rechtlichen Prüfungen vorbereiten und das Verfahren weiterhin konsequent begleiten.
BUND Naturschutz, Kreisgruppe Augsburg
Sparkasse Augsburg
IBAN: DE19 7205 0000 0000 2342 94
Stichwort: Neubau Uniklinik
Eine Spendenbescheinigung stellen wir gerne auf Anfrage aus.
Jeder Beitrag hilft. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Eine Online-Petition mit inzwischen über 1.700 Unterschriften fordert ein faires Verfahren mit echter Beteiligung der betroffenen Kommunen und Bürgerinnen und Bürger. Hier können Sie gerne Ihre Stimme abgeben:
➜ openpetition.de/uka
Alle weiteren Beiträge zum Thema "Neubau Uniklinik" auf myheimat finden sie hier:
➜ www.myheimat.de/tag/bund-naturschutz-neusäßaystetten
Für BUND Naturschutz e.V., Kreisgruppe Augsburg
Dr. Dietmar Kuhlmann, Mitglied des Vorstands
Bürgerreporter:in:Dietmar Kuhlmann aus Neusäß |
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