Aufgefallen
Auf den zweiten Blick
- hochgeladen von Waltraud Eilers
Die aus der Ferne leuchtende kleine Ecke eines „Giftgrünen Etwas“ machte mich neugierig. Als Ortsfremde vermutete ich eine abgesicherte Baustelle - der Künstler möge mir verzeihen. Vor Ort erkannte ich meinen Irrtum. Es handelt/e sich um ein begehbares Kunstwerk. Das Material: Grüne Plastikbesen, wie sie von der Pariser Stadtreinigung genutzt werden. Das 1998 in einer Vorstadt der Metropole entstandene und drei Monate dort ausgestellte ‚Labyrinth‘ des deutschen Künstlers Olaf Nicolai aus Halle wechselte danach in den Garten der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst. Zunächst als Leihgabe, seit 2012 als Geschenk.
Ich wunderte mich über das gepflegte Aussehen, war doch keine Spur von Witterungseinflüssen, Schmutz etc. zu erkennen. Grund: Der Künstler, Designer und diverse Materialforscher untersuchten 2023 - 2024 entnommene Materialproben und fanden zusammen mit dem französischen Hersteller der Besen eine Lösung, die das Material widerstandsfähiger macht. Es sah also nicht nur alles neu aus, es war tatsächlich so. Aus der im Herbst vergangenen Jahres abgebauten Version sind Sitzmöbel für die Galerie entstanden.
Kinder, bei denen das Labyrinth besonders beliebt ist, können sich freuen. Ab Samstag, 29. März 2025, wird es wieder geöffnet und begehbar sein.
Bürgerreporter:in:Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) |
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